Wiedervereinigung

So ganz hat das mit dem abschließenden Beitrag zu Palau am doppelten Reisetag dann doch nicht geklappt. Das lag aber weit weniger am Zeit- denn am Ideen-Mangel. Zeit hätten wir mehr als genug gehabt. Immerhin gestaltete sich der erste Teil der Wartezeit diesmal etwas angenehmer, da wir uns den Luxus eines Late-Checkout gegönnt haben (zum halben Tagespreis). Doch statt mit produktiver Schreibarbeit zogen wir es vor, den Abschlusstag auf Palau mit Lungern, Prime-Serien, Kartenspielen und Vernichtung des restlichen Baijus zu verbringen.

Der kulinarische Abschluss ist nicht ganz so gelungen: irgendjemand (um meine Persönlichkeitsrechte zu schützen verzichte ich hier auf die Nennung von Namen) bestand darauf, die Gemüsepfanne noch mit etwas Dosen-Hackfleisch zu optimieren. Nun schmeckt Dosen-Hackfleisch noch eine ganze Ecke fieser als es sich anhört. Das wiederum führte dazu, daß die Hälfte unserer kleinen Reisegruppe einen spontanen Fastentag ausrief, während sich die andere Hälfte unter Mantra-artigem „ist garnicht so schlecht“ und „wenn man sich mal an den Geschmack gewöhnt hat, geht’s eigentlich“ demonstrativ soviel von der braunen Pampe einverleibte, daß nicht mal ein doppelter Baiju nachhaltige Linderung verschafften konnte. In minimaler Abwandlung eines bekannten Spruchs könnte man sagen: der Stolz treibt’s rein, der Ekel runter und der Baiju sorgt dafür, daß’s drinbleibt.

So, eigentlich wäre jetzt hier der richtige Zeitpunkt, unsere Tage in Palau, die wir zu Lande, im Wasser und in der Luft verbracht haben, ausführlicher zu beschreiben. Diese Aufgabe hat allerdings meine agile und ambitionierte Blog- und Reisegefährtin bereits so gut und umfassend übernommen, daß alles, was ich schreiben könnte, redundant wäre. Daher habe ich beschlossen, Yodobashas Ausführungen <<hier>> in diesen Blog einzubinden. Das hat auch den positiven Nebeneffekt, daß die Beiträge dauerhaft gesichert sind, da ich nicht so recht an das langfristige Bestehen der Pinguin-Plattform glauben will.

Mittlerweile sind wir auf der nächsten Insel, dem anderen China, angekommen. Besonders der erste Flug-Abschnitt nach Manila war so bumpy, daß Birgit die Kotztüte dauerhaft umklammert hielt. Unsere schwarze Karte machte den 4-stündigen Zwischenstop in Manila etwas angenehmer, die 6 Stunden zwischen Landung und Einchecken hier in Taipeh (zum Glück hatte Birgit einen kostenlosen Early-Checkin ausgehandelt, eigentlich wären es 10 Stunden gewesen) verbrachten wir dann eher Penner-mäßig auf einer Bank in der U-Bahn-Station des Flughafens. Immerhin: es war trocken, warm, gab kostenloses Internet und die Bank war hinreichend bequem für ein kleines Nickerchen (nur B.). 

 

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