Sprachlos in Hong Kong

Ich habe schon den ganzen Tag hin- und herüberlegt, was ich über Hong Kong schreiben könnte. Was mir evtl. einfiele wäre sowas wie „die perfekte Mischung aus London, Tokyo und Zürich“, aber schwärmerisches Schreiben liegt mir nicht so (und würde wohl auch nicht in den Yodo-Blog passen). Daher will ich es bei einer sachlichen, stichwort-artigen Aufzählung belassen:

  • HK hat sowohl die höchste Bevölkerungs- als auch die höchste Wolkenkratzer-Dichte des Planeten (offiziell)
  • inoffiziell: ich könnte wetten, dass die Dichte an Möglichkeiten, sein Geld loszuwerden (Prada, Gucci, Tiffany und Konsorten), hier höher ist als in der Fifth Avenue, der Champs Elysee, der Kölner Ehrenstraße und der Weinheimer FuZo zusammen
  • für unseren etwas kleineren Geldbeutel werden an jeder Ecke Imitate angeboten, die aber, im Gegensatz zu Vietnam, völlig korrekt (trotzdem nervig),  als „Copy Rolex“ etc. angepriesen werden
  • hier heißen wohl verdammt viele Leute Taylor!?!
  • Teures ist hier sehr teuer, Billiges ziemlich billig (z.B. ein Meeresfrüchte-Teller für über 700 EUR, aber ein Big Mac Menü für 2 EUR 20)
  • das erste  Bier ist (relativ) teuer, das zweite billig (1 Bier: 90 ct, 2 Bier: 1 EUR 20) ==> die Anzahl der von mir getrunkenen Biere ist eine gerade Zahl
  • weder von den Unruhen noch von irgendwelchen Repressionen haben wir etwas mitbekommen (ist dieses Thema aktuell noch in den Nachrichten?)
  • unser Hostel befindet sich als eine Art eingebaute, autonome „Pressspan-Zelle“ in einem ansonsten ziemlich abbruchreifen Hochhaus
  • unser Zimmer ist mikroskopisch klein, wenn  die Sonne reinkommt, muss einer von uns rausgehen
  • klein ist aber auch relativ, siehe Käfig-Menschen
  • im kombinierten Dusch-Klo können wir die sprichwörtliche und die tatsächliche Morgen-Toilette gleichzeitig erledigen; bei unserer Notdurft können wir uns in dem an 3 Seiten vollständig verspiegelten Raum in unendlichen Rekursionen kaleidoskophaft selbst beobachten
  • wir haben die Bettseiten getauscht, da Birgit sich weigert, in der Moder-Ecke zu schlafen
  • gestern waren wir zum ersten (und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch zum einzigen) Mal in unserem Leben in einem Restaurant mit Michelin-*; die Location war unheimlich schwer zu finden, das Essen (Dim Sum) war auf seine eigene Art lecker, die Rechnung betrug satte 12 EUR, das Ambiente entsprach dem beim Güldenen M (um fair zu sein: immerhin gab es eine Bedienung)
  • heute waren wir auf einer Food Tour, die ebenfalls sehr speziell (und teuer) war; Birgit hat mir versprochen, dazu in den nächsten Tagen was zu schreiben
  • abschließend noch ein Vorsatz von mir für den Rest des Jahres 2014: ICH ESSE KEINE SUPPE MEHR!!!

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