Schneeblind

Am Freitag war dann erstmal Groß-Reinemachen angesagt. Ok, vielleicht erst doch noch eine kleine Runde? Die prominenten Pässe und Hochstraßen sind irgendwie alle zu weit weg für einen kurzen Spin, zumal ja, wie gesagt, noch eine Geschirrspül- und Putzaktion anstand und wir darüber hinaus auch noch Jan Dirk versprochen hatten, nachmittags eine kleine Tour mit ihm zu machen. Das nächstgelegene Ziel, dass sich irgendwie attraktiv angehört hat, war die Loferer Alm und die zugehörige Höhenstraße. Und wie das immer so ist: egal, wie beeindruckend das Alpenpanorama und wie schön die Kurven auf der B304 auch sein mögen, irgendwann ist diese „Rüstzeit“ für die Anreise ins Revier ähnlich nervig wie die Fahrt auf der A4 in die Eifel. Auch das Ziel selbst hat unsere Erwartungen nicht ganz erfüllt: immerhin wurde von uns Kradlern keine Mautgebühr verlangt, im Gegenzug gab es aber auch keinen Aufkleber, mit dem ich das Hinterteil meiner Kuh, quasi als Arschgeweih, hätte zieren können. Die Strecke war im wesentlichen ein Slalom-Parcours, wechselweise um Kuhfladen oder Schlaglöcher herum. Und oben angekommen erwartete uns – Nichts! Zumindest nichts außer Schnee, der in der Sonne so blendete, dass mir erstmals praktisch klar geworden ist, was der Ausdruck „Schneeblind“ bedeutet. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen kurzen Zwischenstopp bei Maria Mühlegg, jenem schmucken Barock-Kirchlein oberhalb von Waging eingelegt.

Kuh und Kälbchen auf der (Loferer) Alm

keine neue Trophäe für’s Arschgeweih

bayerischer Barock: Wallfahrtkirche Maria Mühlegg

Wieder im Basislager angekommen haben wir diesen Spin unter der Rubrik „außer Spesen (fast) nichts gewesen“ abgelegt und uns der Raumpflege gewidmet. Ich konnte mich aber schon bald erfolgreich drücken, indem ich, wie versprochen, mit Jan Dirk auf Tour ging. Auch von dieser Tour gibt es nicht viel zu berichten, es ging Richtung Laufen und dann Richtung Trumer See, Mattsee und Mondsee. Anfangs tat ich mir, angesichts des zusätzlichen Gewichts, mit der Wahl des richtigen Gangs noch etwas schwer, so dass die Fahrt bisweilen etwas rumpelig war, das legte sich aber bald. Zurück ging’s mal wieder mitten durch Salzburg, das nervt noch mehr als die Aachener Straße bei der Freitag-Nachmittag-Ausfahrt.

erste längere Tour mit Sozius

Birgit hatte derweil den Wohnwagen wieder auf Vordermann gebracht. Um am nächsten Morgen möglichst früh abhauen zu können haben wir gleich noch den Viehtransport vorbereitet und die neusten Gerüchte zum Thema Kündigung der Dauercamper und üble Facebook-Verleumdung bei den Nachbarn abgefragt.

Abends haben wir uns dann zum krönenden Abschluss noch ein Schmankerl-Menü inkl. der zugehörigen Getränke beim Tanner-Wirt gegönnt. Da ich meine kulinarischen Lobpreisungen schon beim Running Sushi verballert habe, dazu nur soviel: war wirklich lecker und jeden Cent wert.

Viehtransport für den Nachhauseweg

Ein Gedanke zu „Schneeblind

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