Non, je ne regrette rien

So, mittlerweile haben wir Freitag Abend. Wir sitzen wieder vorm Hotel auf der Terrasse, neben uns ein Tisch mit 4 Franken, die nichts anderes zu tun haben, als sich über Telefon-Vorwahlen („Deitschland ist doch blus blus vier neun, oderrrr?“), Zeitzonen- („bei uns is’ jetzt Oowend“) und Klimaunterschiede zu unterhalten („… wooos, ihr habt’s 10 Grad? Drauß’n oder in der Wohnung, hahahaha …“).  Das Leben als Pauschal-Tourist ist schon hart …

Doch jetzt zu etwas wirklich lästigem: wären wir in Südamerika, würde ich an dieser Stelle schreiben, dass mich Montezumas Rache niedergestreckt hat. Oder anders ausgedrückt: ich habe die letzten beiden Tage vorwiegend in gekachelten Räumen zugebracht. Sicher bin ich zwar nicht, aber mit großer Wahrscheinlichkeit war ein Gericht namens „aged eggs“ an meiner kleinen Indisponiertheit schuld. Die habe ich mir nämlich vorgestern Abend in einer von Touristen kaum frequentierten Garküche bestellt. Das entsetzte Gesicht der Bedienung und das mit etwas Phantasie durchaus verständliche „you really wanna eat this?“ habe ich als direkte Anerkennung meiner kulinarischen Weltoffenheit interpretiert.

Ok, die Aussage, dass sich in diese Garküche nur wenige Touristen verirren, muss ich etwas relativieren: wenige Touristen außer uns, einem sichtlich der Knabenliebe verfallenen ältlichen Landsmann mit seinem mandeläugigen Adlatus… aber immerhin: es waren keine Franken dabei!

Geschmeckt haben die vergammelten Eier auch garnicht so schlecht, ok, der Dotter war ziemlich grün und das Eiweiß eher durchscheinend.

… Akku ist leer, Fortsetzung folgt …

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