keine Beschleunigungsspur !!!

Birgit hat sich heute explizit Motorrad-frei gewünscht. Diesem Wunsch bin ich natürlich gerne nachgekommen, schließlich muss ich sie für die verbleibenden 4 Tage, inkl. eventueller Groß-Glockner-Befahrung, bei Laune halten. Also gab’s für mich nach dem Aufstehen einen Kaffee aus dem garantiert Senseo-freien Tassenfilter und danach ging’s los zum Spin rund um den erweiterten Waginger See. Was soll ich sagen: irgendwie macht das Fahren ohne Funkfuchs II nur halb so viel Spaß. Das Wetter war herrlich, die Kurven auch nicht von schlechten Eltern, trotzdem hat irgendwas gefehlt. Daher zu diesem Töürchen nur zwei Bemerkungen: irgendwo in Österreich ist mir eine organisierte 911er Ausfahrt mit bestimmt 50, wenn nicht mehr, Autos begegnet. Leider alles die aktuelle Modellreihe, nix Luftboxer, so dass ich mich vielmehr über den starken Gegenverkehr ärgerte als dass ich mich über den Anblick erfreut hätte. Außerdem bin ich in eine echt kritische Situation geraten: in einer Kleeblatt-Überführung zwischen 2 Landstraßen habe ich mich mal so richtig in’s Zeug und in die Kurve gelegt: das Knie (fast, zumindest gefühlt) am Boden, perfekte Schräglage, den Blick auf den Kurvenausgang gerichtet. Was ich dort erblickte, erfreute mich allerding wenig (siehe Tagsüberschrift). Auch ein hektischer Schulterblick förderte wenig erbauliches zu Tage: ein Wohnmobil befand sich direkt auf meiner Höhe. Und wiedermal hatte ich eine Hormonausschüttung, diesmal aber Adrenalin statt Testosteron. Das WoMo hatte mich wohl garnicht wahrgenommen oder wollte Benzin sparen, auf jeden Fall blieb es konstant bei seiner Geschwindigkeit. Im Gegensatz zu mir, ich glaube, das war seit der Fahrschule meine erste Vollbremsung. Zum Glück hat das auch der Fahrer hinter dem WoMo wahrgenommen, der bremste deutlich hörbar ab und ließ mir so eine Lücke, in die ich einscheren konnte. Die Alternativen wären Kollisionskurs oder Leitplanke gewesen, hört sich beides nicht wirklich sexy an.

Der Rest des Tages verlief ziemlich „galama“: Frühstück allein (Birgit hat wohl nichtmehr mit meiner Rückkehr gerechnet), danach Lektüre einer umfassend aufbereitete Abhandlung des Fall Barschel (das aktuellste, was die Camper-Bibliothek hier am Platz zu bieten hat), später ein Querfeldeinmarsch zum Strandkurhaus. Dort fand heute ein Flohmarkt statt, der war aber, als wir angekommen sind, schon ziemlich „verloffen“.

Waging hat sich gemacht … und nicht zu seinem Schlechten

Ein Tretboot in Seenot

Nach unserer Rückkehr hat uns die Nachbarin X noch ziemlich zugetextet, jetzt sitzen wir mal wieder am See und lassen diesen mehr oder weniger chilligen Tag würdig bei einem Gläschen Roten ausklingen.

Ein Gedanke zu „keine Beschleunigungsspur !!!

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