Aus, Schluss, Vorbei

Eigentlich schreibe ich diesen Eintrag jetzt nur weil ich es einfach blöd fände, diesen Thread so abrupt enden zu lassen.

Ursprünglich hatten wir ja vorgestern noch vor, in den paar uns verbleibenden Stunden all das nachzuholen, was wir die Tage vorher nicht geschafft haben. Und diese Liste war lange:

  • eine Thai-Massage verpassen lassen
  • einen Cocktail trinken, vorzugsweise auf einer coolen Dach-Bar
  • Nudelsuppe mit Bluteinlage essen (ok, das stand nur auf meiner Agenda)
  • mich mit Monats-Kontaktlinsen eindecken, die dort (gleiches Produkt) nur ein Bruchteil kosten
  • uns in China-Town ein gefälschtes Heavy-Metal T-Shirt kaufen

Natürlich hätten wir das alles, und noch viel mehr, gemacht, wenn da nicht diese vermaledeite Magen-Darm-Geschichte, zu der sich mittlerweile auch noch Gliederschmerzen gesellte, gewesen wäre. So blieb uns aber nichts übrig, als das wohl-klimatisierte Hotelzimmer zu hüten und dabei eine sehr unruhige Nacht zu verbringen.

Statt Frühstück habe ich mir dann gestern morgen in der Apotheke ein verschärftes Medikament besorgt (Stichwort: „stop toilet“), um den Flug halbwegs unbeschadet zu überstehen. Das Medikament hat so wunderbar gewirkt, dass ich mir am Flughafen erstmal einen ordentlichen BK-Burger gönnen konnte. Der Flug verlief pünktlich und reibungslos, beim Umsteigen in Istanbul lag Schnee, unser Gepäck ist gemeinsam mit uns in DüDo angekommen.

Heute hat mich jemand gefragt, ob sich so eine weite Reise für nur eine Woche denn lohne. Dazu kann ich jetzt ganz klar sagen: auf der einen Seite ja ;-)

PS: Weiß eigentlich jemand, warum man im Duty Free Shop jede Menge Parfum, aber kein After-Shave kaufen kann?

Fahrenheit 100

Heute waren wir am heißesten Ort des Planeten. Diese Aussage konnten wir zumindest der Weltweit-Wettervorhersage auf Deutsche Welle entnehmen. Dort wurden für Bangkok heute 37 Grad prognostiziert, und damit mehr als an allen anderen aufgeführten Orten. Dies und unser etwas angekratzter Gesundheitszustand ließ unseren Aufenthalt auf dem Irgendwas-Weekend-Market eher zur Qual als zum Vergnügen werden. Ich erspare mir hier die Worte, wie unglaublich heiß und voll es dort war. Die Auswahl an (seltener) mehr, (meist) weniger echten T-Shirts, Sonnenbrillen, Sportschuhen und ähnlichem war, mal wieder, überwältigend. Wir haben ein T-Shirt (bestimmt ganz original!) und 2 Paar Chucks (ganz offizielle Lizenz-Produkte made in Thailand) erworben. Dann sind wir ganz schnell zurück in Richtung klimatisiertes Hotel geflüchtet. Auf dem Weg dorthin haben wir bei 7-Eleven noch einen Sack Eiswürfel erworben. Leider hat der beim Auftauen eine Rolle Klopapier unbrauchbar gemacht, so dass ich wahrscheinlich gleich noch an der Rezeption um Ersatz fragen muss.

Schichtwechsel

Die Ordnung der Dinge ist wiederhergestellt: der Zustand, dass ich von der Diarrhoe niedergestreckt nur eingeschränkt urlaubsfähig bin, während Birgit sich bester Gesundheit erfreut, kratzte doch etwas an meiner Ehre. Birgit dachte schon daran, mir den Titel „ein Magen wie ein Zuchthaus“ abzuerkennen. Seit heute Nacht sind die Verhältnisse wieder normal. Zwar geht es mir noch nicht richtig besser, dafür liegt Birgit jetzt richtig und im wahrsten Sinne des Wortes danieder. Nachdem ich den Belegungsplan für die Toilette für die paar verbleibenden Stunden mit Hilfe von MS Project erstellt habe, möchte ich jetzt noch einige Worte über gestern und heute zu Protokoll geben.

Doch vorher noch ein Einschub: gerade haben sich unsere fränkischen Landsleute, die wohl auf dem gleichen Flur untergebracht sind, lautstark vor unserer Tür darüber unterhalten, dass sie sich jetzt sputen müssen, um noch am „international buffet“ des Hotels (für 199 Barth) teilzuhaben. Wenn ich die Qualität und Anmutung des Frühstücksbuffets auf ein Brunch-Büffet für umgerechnet ungefähr 5 Euro übertrage, kann ich mir das definitiv nur gruselig vorstellen. Und das, während man sich beim fliegenden Händler an der Ecke für 20 oder 30 Barth kleine Portionen der leckersten Thai-Gerichte holen kann. Auf der anderen Seite … das Hotel-Essen ist sicher weit weniger stark gewürzt und bestimmt „schlacke-frei“.

Außerdem musste ich gerade beim Reinigungspersonal auf dem Flur um eine zweite Rolle Klopapier betteln (die mir nur unter Gekicher gereicht wurde). Hätten wir uns immer beim Hotel-Büffet den Bauch vollgeschlagen, wäre mir diese Schmach sicher erspart geblieben.

Um einen falschen Eindruck zu vermeiden muss ich hier kurz mal zum Thema fremdartiges Essen und unserem Verdauungstrakt ernsthaft werden: zu evu.it-Zeiten hatten wir einen indischen Kollegen, der seine Speise-Wahl in der Kantine stets sehr behutsam treffen musste, um nicht für den Rest des Tages seine Arbeitszeit dem Arbeitgeber zu entziehen. Das soll zeigen, dass Verdauungsprobleme weit weniger mit Hygiene als mit Gewohnheit zu tun haben. Der Kollege ernährte sich im Endeffekt übrigens fast ausschließlich von Pommes Frites.

So jetzt aber zu gestern Abend: da stand China Town auf dem Programm, das laut Reiseführer als Blaupause für nahezu jede Stadt auf dem chinesischen Festland dienen kann. Damit erwartete uns ein Kontrastprogramm zu den 2 Bangkoks, die wir bisher kennengelernt haben: dem Glas- und Stahl Bangkok der Banken und Großkonzerne, das, zumindest von der Architektur, auch New York, Tokio oder Frankfurt heißen könnte, und das Bangkok der goldenen Tempel, Pagoden und Buddha-Statuen. China Town ist bunt, laut, und selbst für hiesige Verhältnisse unheimlich voll und lebhaft. Jedes zweite Lokal bietet Haifischflossensuppe als Spezialität an, jedes zweite Geschäft verkauft Flachbildfernseher, dazwischen Silber, Gold, Geschmeide und klassische Import-Export-Läden (will sagen: Kitsch!). Und dann das Schneiderhandwerk: thai-chinesische Meister, die gerne mal Mr. Boss oder Mr. Armani heißen, bieten für 199 Euro zwei maßgefertigte Anzüge inkl. 2 Hemden und Krawatten an (Anmerkung: ich weiß nicht, ob das uns Deutschen geschuldet ist, aber hier ist tatsächlich neben dem einheimischen Barth der Euro die Leitwährung. Kennzeichnungen in Dollar begegnen einem nie!)

Allen 3 Bangkoks gemein ist das rege Treiben der fliegenden Händler, die auf jedem verfügbaren Quadratmeter Gehsteig ihre Waren und Speisen zum Besten bieten. Dort hätten wir auch die einmalige Chance gehabt, frittierte Heuschrecken, Maden und Schaben zu verspeisen. Leider konnte ich weder Birgit noch meinen Magen davon überzeugen!

Nördlich an China-Town schließt sich ein indisch-muslimisch dominiertes Viertel an, in dem auf einem riesigen Blumenmarkt rund um die Uhr vorwiegend gelbe Blumen und Blüten den Besitzer wechseln.

alte Eier

Im Beipackzettel unseres Durchfall-Mittels steht, dass man schlacke-haltige und stark gewürzte Speisen meiden soll. Das habe ich dann gestern Abend auch in der Garküche unserer Wahl bei meiner ersten festen Mahlzeit seit 48 Stunden nach bestem Wissen und Gewissen getan. Zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass „hot and spicy“ nicht schlacke-haltig heißt (Memo an mich: googeln, was schlacke-haltig in Zusammenhang mit Lebensmittel bedeutet).

Und so habe ich wieder eine Nacht zwischen Bett und Waschraum verbracht. Birgit hat zwischenzeitig schon geunkt, ob ich nicht ein Buch über die „Alte-Eier-Diät“ veröffentlichen will.

A propos alte Eier: die Nacht war nicht nur von einem Zwicken in der Magengegend geprägt (warum spricht man eigentlich immer von Magen wenn man Dünnschiss meint?), sondern auch ziemlich kurz. Denn um 7 Uhr sollten wir zum absoluten Muss für jeden Thailand- (Pauschal-) Touristen abgeholt werden, dem Besuch der schwimmenden Märkte. Diese Märkte sind eine reine Inszenierung für Touris und sollen an eine Zeit erinnern, als das Leben hier hauptsächlich am und auf dem Wasser stattfand. Und so wird man dann durch Kanäle, oder Klongs, wie die hier heißen, gepaddelt und kann dort allerhand Waren, von der baumfrischen Banane bis zur garantiert unechten Lois-Vuitton-Handtasche wohlfeil (oder wie das hier wohl heißt: chiiip-chiiip) erwerben. Leider hatte der Bus eine ¾ Stunde Verspätung, wohl weil er uns in einem anderen Ibis-Hotel gesucht hat. Um nochmal das Thema alte Eier aufzugreifen: im Bus saß bereits ein älterer Amerikaner (Engländer? – eher unwahrscheinlich) mit 4 offensichtlich gemieteten Thai-Boys. Auf dem Rückweg setzten wir diese Gesellschaft im Hilton Hotel ab, ich frage mich, bei welchem Veranstalter man eine solche Pauschalreise buchen kann?

Der Vollständigkeit halber will ich hier die letzten beiden Tage nicht unterschlagen: vorgestern haben wir es dann im dritten Anlauf tatsächlich geschafft, den Königspalast zu besuchen. Der König, der im Straßenbild allgegenwärtig ist und wohl auch anderweitig hoch verehrt wird, residiert dort zwar nichtmehr, trotzdem stellt die Anlage sowas wie das religiös-politische Zentrum des Landes dar. Der ganze Komplex ist schwer goldschimmernd und ziemlich beeindruckend, und, das Beste: es gibt dort Toiletten! Wer mehr darüber wissen möchte: Lonely Planet Reiseführer und Wikipedia halten ausführliche Informationen parat, die wir gerne, bei Bedarf, mit über 1.000 Bildern von Tempeln, Kapellen, Buddhas, Drachen und ähnlichem anreichern können. Eine ausführliche Beschreibung der sanitären Anlagen übernehme ich gerne persönlich.

Gestern waren wir dann im Bezirk Banglampu. Dieser Stadtteil ist bekannt als der Schmelztiegel für das Gegenteil von Pauschaltouristen, also Backpacker und Flashpacker. Hier fokussiert sich ganz Bangkok/ ganz Thailand/ ganz Süd-Ost-Asien in einer Straße. Hier können Visa für den Sprung nach Downunder ebenso wie gefälschte Bundesrepublikanische Führerscheine erworben werden, Viagra vom fliegenden Händler hilft einem, seinen Mann auch in der härtesten Situation zu stehen, es werden Cocktails mit dem Prädikat „very strong“ serviert und man fühlt sich sofort wie bei Freunden („where are you from my friend? wanna buy …? Chiiip-chiiip!“).

Auf meinen geplanten persönlichen Höhepunkt dieses Tages musste ich leider verzichten: in einem etwas abseits (wo auch sonst?) gelegenen Lokal soll es laut Reiseführer die besten „Trinker-Nudel“ der Stadt/ des Landes/ des Kontinents geben. Dieses würzige, scharfe und wahrscheinlich auch schlacke-haltige Gericht konnte ich meinem Verdauungstrakt aber nicht zumuten. Schon beim Geruch hat es mir den Magen umgedreht (und diesmal meine ich wirklich den Magen).

Und wer wissen will was Flashpacker sind: laut Reiseführer sind das Backpacker, die es zu etwas gebracht haben und sich daher nichtmehr mit Stockbetten zufrieden geben.

 

Non, je ne regrette rien

So, mittlerweile haben wir Freitag Abend. Wir sitzen wieder vorm Hotel auf der Terrasse, neben uns ein Tisch mit 4 Franken, die nichts anderes zu tun haben, als sich über Telefon-Vorwahlen („Deitschland ist doch blus blus vier neun, oderrrr?“), Zeitzonen- („bei uns is’ jetzt Oowend“) und Klimaunterschiede zu unterhalten („… wooos, ihr habt’s 10 Grad? Drauß’n oder in der Wohnung, hahahaha …“).  Das Leben als Pauschal-Tourist ist schon hart …

Doch jetzt zu etwas wirklich lästigem: wären wir in Südamerika, würde ich an dieser Stelle schreiben, dass mich Montezumas Rache niedergestreckt hat. Oder anders ausgedrückt: ich habe die letzten beiden Tage vorwiegend in gekachelten Räumen zugebracht. Sicher bin ich zwar nicht, aber mit großer Wahrscheinlichkeit war ein Gericht namens „aged eggs“ an meiner kleinen Indisponiertheit schuld. Die habe ich mir nämlich vorgestern Abend in einer von Touristen kaum frequentierten Garküche bestellt. Das entsetzte Gesicht der Bedienung und das mit etwas Phantasie durchaus verständliche „you really wanna eat this?“ habe ich als direkte Anerkennung meiner kulinarischen Weltoffenheit interpretiert.

Ok, die Aussage, dass sich in diese Garküche nur wenige Touristen verirren, muss ich etwas relativieren: wenige Touristen außer uns, einem sichtlich der Knabenliebe verfallenen ältlichen Landsmann mit seinem mandeläugigen Adlatus… aber immerhin: es waren keine Franken dabei!

Geschmeckt haben die vergammelten Eier auch garnicht so schlecht, ok, der Dotter war ziemlich grün und das Eiweiß eher durchscheinend.

… Akku ist leer, Fortsetzung folgt …

Hot Lips

Ich sitze jetzt hier bei kuschlig warmen 30 + x Grad Celsius auf der Terrasse unseres Hotels und warte auf Birgit. Gerade ist ein weiterer Bus deutscher Pauschaltouristen angekommen. Für die meisten ist Bangkok übrigens nur eine 2- oder 3-tägige Etappe, danach geht’s dann weiter zu den üblichen Destinationen (Pukhet, Pataya, Schreibweise jeweils ohne Gewähr).

Heute steht ein Besuch im königlichen Palast auf unserem Programm, doch der Reihe nach, also erstmal zu gestern. Das Buffet-Frühstück würde ich als „nett“ bezeichnen (und wir wissen ja, wessen kleine Schwester „nett“ ist). Besonders erwähnenswert ist das Thema Saft. Eine Erfahrung, die wir schon in verschiedenen Ländern (Spanien, Kuba, Italien, Kroatien und jetzt eben auch Thailand) gemacht haben: in diesen Ländern, wo die reifen Orangen einfach so am Straßenrand vom Baum fallen und dort unbeobachtet vor sich hin faulen, schmeckt der zum Frühstück gereichte Saft immer wie eine aufgelöste Brausetablette. Ok, um genau zu sein wie eine aufgelöste Brausetablette mit ordentlich Zucker- und Farbstoffzusatz. Und zum Thema Kaffee: egal ob im benachbarten Elsass oder am anderen Ende der Welt: bei nichts werden kulturell-kulinarische Unterschiede so deutlich wie beim Kaffee oder beim Brot. Letzteres gibt es hier nicht, als Beilage verspeist man zu jeder Tageszeit Reis, zum Frühstück gibt es gerne mal ein Curry. Und ersteres schmeckt nicht, aber damit muss man sich abfinden …

… gleiche Stelle, 9 Stunden später, immernoch warm, dafür jetzt mit Bier: den Königspalast haben wir zwar gesehen, aber nicht betreten: um 15:30 Uhr heißt es dort Feierabend. Aber es gilt: aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Doch zurück zu gestern: nach dem bereits beschriebenen Buffet-Frühstück hat uns eine ganz gewiss Jetlag-bedingte Müdigkeit übermannt, so dass wir einen nicht unerheblichen Teil des Tages in unserer auf akkurat 18 Grad klimatisierten Kammer verbracht haben. Für den geplanten Besuch im Königspalast war es damit definitiv zu spät (kommt das jemand bekannt vor?), so dass wir beschlossen haben, den Rest des Tages in einem Einkaufszentrum zu verbringen. Mit dem Begriff Einkaufszentrum, oder neudeutsch Mall, verbinden wir in erster Linie unser RNZ. Mein erster Besuch im CentrO in Oberhausen ließ mich schon regelrecht Bauklötze über dessen Größe staunen. Gegen das MBK ist das aber immernoch ein Tante-Emma-Laden: allein die Abteilung, wo man neben Handys auch verwandte Dienstleistungen (z.B. Jailbreak) oder Wunsch-Telefonnummern (die teuerste, die wir gesehen haben, kostet umgerechnet rund 12.500 EUR) erwerben kann, ist länger als die Weinheimer Fußgängerzone.

Und weil es auf dem Weg lag, machten wir auf dem Rückweg zum Hotel einen Zwischenstopp bei dem berühmten Nachtmarkt von Pat Pongh, dem Inbegriff von „the world’s dark oyster“, wie es im titelgebenden Lied heißt. Die Auswahl zwischen verschiedenen Pussy-irgendwas-Shows und gefälschten Markenartikeln aller Art war tatsächlich berauschend, oder war nur das Bier berauschend und die Auswahl verstörend??? Auf jeden Fall war der Höhepunkt unseres Besuchs ein All-You-Can-Eat Buffet für die Fische, die wir für 150 Barth für eine viertel Stunde an unseren Füßen knappern ließen.

Da wir unser Geld nicht anderweitig an den Mann/ die Frau (die Unterscheidung fällt auch nicht immer so leicht) bringen konnten, haben wir uns statt dessen lieber auf dem Heimweg in einer sehr rustikalen Garküche für 240 B mal so richtig den Magen vollgeschlagen. Das Essen war ebenso scharf wie lecker, aus der rückblickenden Perspektive kann ich aber sagen, dass es zwei Mal brennt.

ich sag mal der Rest vom Tage davon

Jetzt sitzen wir beim Buffet-Frühstück mit einer Tasse Instant-Kaffee und einem Glas Zuckerbrühe mit Aroma- und Farbstoffen.

Nochmal zurück zur Reiseleitung: Tamagotschi 3, so haben wir sie spontan getauft, gab uns noch einige „wertvolle Tipps“ mit auf den Weg: esst nichts von Verkaufsständen am Straßenrand (zu spät!), lasst Euch von Taxifahrern nicht über’s Ohr hauen (wer hätte das gedacht?) und verpackt erworbene Fläschungen (sic!) wegen des Zolls so, dass sie wie gebraucht aussehen (mach’ Sachen!).

Auf die, ich sag mal fakultativen Angebote davon, z.B. ein landestypisches Abendessen gemeinsam mit der kleinen Freakshow, haben wir, ich sag mal, gerne verzichtet davon.

Statt dessen haben wir dem benachbarten 7-Eleven (wir haben gelernt: ich sag mal 7 als Zahl und Eleven englisch als Wort davon) noch einen Besuch abgestattet und unsere Studien über die einheimische Braukunst fortgesetzt. Darüber müssen uns wohl mal kurz die Augen zugefallen sein. Als uns die Rezeption freudig die Ankunft unseres Gepäcks verkündete war der Abend auf jeden Fall schon ziemlich fortgeschritten. Eingedenk der Warnung von ich sag mal Tamagotschi 3 davon ließen wir, von einem kleinen Tintenfisch-Spießchen abgesehen, die fliegenden Händler links liegen und beendeten unseren ersten Tag stilvoll in einer Garküche mit ich sag mal angeschlossener Karaoke-Bar mit Reis, Fleisch, Meeresfrüchten, Bier und musikalischer Unterhaltung davon.