Big Apple

Das Überschreiten der Datumsgrenze und die Tatsache, daß wir jetzt nichtmehr voraus, sondern hintendran sind, hat unser Zeitgefühl empfindlich gestört und uns einen rustikalen Jetlag verpasst. Außerdem müssen wir unser winzig kleines Zimmer mit einer Schnake teilen. Will sagen: da ich eh nicht schlafen kann, kann ich auch Blog schreiben.

Relativ gut geschlafen haben wir auf dem Flug von Auckland nach Buenos Aires, den Reisetabletten sei gedankt.

Etwas Kummer hat mir das verteilte Zoll-Formular gemacht, weil ich das so verstehen wollte, daß wir für sämtliche Güter (nicht nur Handelsware wie sonst üblich), die wir einführen und die den Wert von USD 300 überschreiten, Zoll/ Einfuhrumsatzsteuer zahlen müssen. Dabei sollte es auch keine Rolle spielen, ob die Güter neu oder gebraucht waren. Ausgenommen war lediglich gebrauchte Kleidung. Beim Gedanken an unseren Kamera- und Notebook-Fuhrpark beschloss ich, daß ich das wohl falsch verstehe und setzte das Häkchen bei „nichts zu verzollen“. Außerdem habe ich auch noch angehakt, daß wir weder tierische noch pflanzliche Produkte einführen. Das stimmte sogar weitgehend (bis auf ein paar Nüsse und getrocknete Mangos/-tane), aber ein komisches Gefühl hatte ich trotzdem dabei, zumal wenn ich an die peniblen 100% Durchsuchungen nach jeglichen Lebensmitteln beim Land-Grenzübertritt anno 2012 zurückdenke.

Die Einreise ging schnell über die Bühne und unser Gepäck wurde vom Zoll durchleuchtet, aber für das Ergebnis interessierte man sich ebenso wenig wie für das Formular, auf dem ich dann schließlich doch noch mein iPhone im entsprechenden Feld deklariert hatte.

Direkt hinter dem Zoll boten die Fuhrunternehmer den Transfer in die Stadt an. Schnell hatten wir einen Fahrer gefunden, der uns für knapp 40€ in unser Hotel, das abseits des Zentrums in der Nähe des zweiten Flughafens, von dem es nachher weitergeht, liegt. Das ganze ging so schnell, daß nicht mal Zeit blieb, uns am Flughafen mit Barem zu versorgen.

Das erwies sich dann doch noch als echte Herausforderung mit Frustrationspotenzial: die meisten Geldautomaten waren leer, und die nicht-leeren begrenzten die Auszahlung auf 2.000 Pesos, wofür sie einen Aufschlag von 181 Pesos, ca. 8,50€ verlangten. Fast 10%, das nenne ich Beutelschneiderei! Schlussendlich fanden wir, nach über 1-stündiger Suche, einen, der immerhin 3.000 Pesos ausspuckte, was den prozentualen Aufschlag minimal weniger schmerzhaft macht.

Damit konnten wir dann immerhin das Landungsbier kaufen: 1 Liter Flasche, um 1,50€, kalt, lecker … nach keine Ahnung wievielen Stunden: angekommen!

 

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