Tagestour nach Chile – Capillas de Marmol – Marmor Kapellen – 2. Versuch

Präambel: Day One unterstützt immerhin den Export nach Pdf, und über ein WordPress-Plugin kann man Pdfs in Beiträge einbinden. Leider ist das erzeugte Pdf schlanke 80 MB groß, so daß das Laden, abhängig von der verfügbaren Bandbreite, ein kleines Momentchen brauchen könnte (oder, wie hier in Argentinien, auch niemals fertig wird ;-).

1 Entries - Exportieren

Neukaledonien

Neukaledonien

Flickr Album Gallery Powered By: WP Frank

Tagestour nach Chile – Capillas de Marmol – Marmor Kapellen

Präambel: ich wollte das Feld des Minutenprotokolls Yodobasha nicht kampflos überlassen und habe daher die App „Day One“ auf meinem Handy installiert. Damit habe ich das u.g. Protokoll erstellt und auch mit reichlich Bildern optisch aufgewertet. Leider sind die Export-Funktionen dieser App nicht ganz so gut, so daß ich hier nur den blanken Text wiedergeben kann. Manche Passagen und insbesondere die Bildunterschriften werden ohne das zugehörige Bildmaterial sicher wenig verständlich, sinnlos oder gar verwirrend erscheinen. Sorry for that!

7:50 Abholung, 7:30 war geplant, aber die wahrscheinliche Verspätung gleich angekündigt. Südamerika halt.

Neuer Sprinter, macht guten Eindruck. 10 Leute, scheinbar sind wir die einzigen nicht-spanischsprachigen.

Untypisch für Südamerika: Fahrer und Guide in Personalunion.

08:10 erste englische Erklärung über den Kirschanbau und die Besiedlung Patagoniens. Verständlich.

08:30 die Ausreise aus Argentinien hat geklappt, bei Birgit gab‘s wohl irgendwelche Komplikationen, die Grenzerin ist für 5 Minuten mit ihrem Pass und ernsthaftem Gesicht verschwunden. Unser Guide kann uns auch nicht sagen was ist, evtl. IT-Problem.

08:55 wir haben auch die Einreise nach Chile geschafft, diesmal gibt es Komplikationen mit unserem Fahrer bzw. dem Auto beim Zoll. Die scheinen ernsterer Natur zu sein, auf jeden Fall kämpft er jetzt schon über 20 Minuten.

Was ein Akt, nicht das erste Mal auf der Reise wird mir klar, was für eine tolle Sache die EU ist.

09:10 weiter geht’s, sogar mit Auto.

09:15 im Auto macht eine Bombila mit Mate die Runde. Wir lehnen dankend ab.

09:30 rustikale Schotterpiste, ich zähle 10 Steinschläge in der Windschutzscheibe. Woher nur? Carglass sollte hier eine Filiale aufmachen.

09:45 mussten unseren Guide gerade mal an uns Gringos erinnern. Dann hat er uns die Geschichte mit der Mine, die vor wenigen Wochen abgesoffen ist (wahrscheinlich weil Pacha Mama genug von ihr hatte) auch erzählt

10:15 das Gerüttel und Geschüttel lässt mir mein Hirn aus‘m Schädel hüpfen. Der Magen hängt mir auch schon ganz schön hoch. Ich glaube, ich lass das mit dem Tippen jetzt lieber und fokusiere den fernen Horizont.

10:45 Fotostop mit wunderschönem Ausblick auf den Buenos Aires See (der zweitgrößte Südamerikas) und die Cordiliere der Anden. Die Gletscher gehören zum patagonischen Eisfeld, der drittgrößten Eismasse der Welt (nach Antarktis und Arktis/ Grönland).Take me to the end of the road …

11:45 Pinkelpause und Besuch im Supermarkt. Natürlich treffen wir hier mitten im Nichts auf Deutsche – und jede Menge deutsches/ deutschnamiges Bier. Hatte kurz überlegt, mir eins zu gönnen, möchte es aber vermeiden, ins Auto zu kotzen. Noch ca. 45 Minuten Holperpiste bis zur Bootsfahrt.

Die Carretera Austral läuft parallel zur Ruta 40 auf der chilenischen Seite und ist wohl bei Radlern sehr beliebt. Landschaftlich ist sie auch sehr reizvoll direkt an der Ostseite des Andenhauptkamms entlang, aber ich befürchte, ich bräuchte nach spätestens 10km einen neuen Satz Eier.Endlich mal wieder Lenticularis Wölkchen.

12:45 das mit den 45 Minuten haut wohl nicht hin. Vielleicht habe ich ja auch die spanischen Zahlen falsch verstanden…

13:00 angekommen, jetzt nur noch der steile und extra holprige Abstieg zum See. Aber, gepfiffen und getrommelt, mein Kopping und die Übelkeit sind auf der Strecke geblieben.

13:20 gerade habe ich unsere Faserpelze und Birgits Zipfelmütze in‘s Auto gebracht. Ich frage mich, was die gestern wohl geritten hat, uns was von 0° zu erzählen. Zum Glück konnte ich Birgit die langen Unterhosen ausreden.

13:30 Futter fassen, gibt wohl kein Bif de Chorizo … schade. Die gereichte Pastete war garnicht mal so gut. Und das Kranenwasser wurde in leicht angeranzten Tassen serviert. Kulinarisch kann diese Tour definitiv nicht mit der letzten, die wir in Chile gemacht haben, mithalten.Immerhin der Nachtisch ist nach meinem Geschmack, also nicht fertiggebacken. Birgit verzichtet.

14:00 während wir auf die Bootsfahrt warten werden wir von besonders aggressiven Bremern attackiert.Da wäre noch ein Punkt auf meiner Todo-Liste für 2018.

14:15 los geht‘s – safety first (nicht im Bild: meine Schwimmweste ging nicht zu)
Unser polyglotter Guide bleibt traurig & allein zurück. Positiv: wir verstehen auch seine einsprachige Kollegin ganz gut.

14:30 Marmor-Höhlen
Da wird fotografiert, bis Buttermilch aus dem Objektivverschluss rinnt. Ich frage mich, wer diese vielen Bilder alle sichten und bewerten soll!?Mit etwas Phantasie ein Elefant (‚ne Schildkröte und ein Hundele gab es ebenfalls)Es gibt nicht nur Sack-Höhlen, sondern sogar einen veritablen Tunnel. Da ist Kopfeinziehen angesagt.Stalaktiten… ob es die zugehörigen -miten unter Wasser wohl gibt?Der Fachmann spricht von Lochfraß. Liegt wohl am harten Wasser.Fein marmoriert.

15:15 zurück im Hafen
Es war sehr schön. Apropos schön: ob‘s dieses Boot auch in hässlich gibt? Und: lebt Collani eigentlich noch?

15:35 wir treten den Rückweg an. Zum Abschied gab es einen „Poquitito Pisco Sour“. Die Stimmung bestimmter Passagiere ist sehr entspannt: „¡Si!, ¡Ah!, ¡Oh!, ¡Claro!“. Birgit: „1 Schnaps und ein Bus voller Hühner“.

15:45 Zwangs-Gruppenfotos. Unser Guide ist wie ein Weihnachtsbaum behängt mit Kameras. Nur eine fehlt. Welche wird nicht verraten. Hier aber ein klitzekleiner Tipp: vielleicht sind wir nicht nur die sprachlichen Außenseiter.

16:30 über die Brücke. Unser Guide hat uns rausgeworfen, auf daß wir die Brücke über den Abfluss des Sees zu Fuß überqueren. Als Belohnung für die schönen dabei gemachten Fotos gab‘s ein paar Nüsschen.

16:50 Verkehrsschild: Chile Chico (Grenzstadt) 115 km. vØ auf der Staubpiste schätzungsweise 40 km/h + Pausen + Grenzübertritte = 1/2 9 Ankunft im Hotel. Ich merke langsam die Strapazen der letzten Zeit bis in die Knochen. Vor 5 Tagen waren wir noch in Neukaledonien, seither habe ich keine Nacht mehr als 3, maximal 4 Stunden geschlafen.

17:35 unerwartete Verzögerung

18:40 eine weitere langsame Foto-Vorbeifahrt. Grenze lange noch nicht in Sicht. In uns bahnt sich ein schwerer innerer Konflikt zwischen müdem Kopf und leerem Bauch an.

Die meisten Autos, die uns begegnen, sind robuste Pickups (in den wenigen Tagen hier habe ich mir in den Kopf gesetzt, daß mein nächstes Auto 4×4 Antrieb, Differentialsperre Blattfedern und im besten Fall eine Winsch haben soll). Es verirrt sich aber immer mal wieder eine kleine Furzkiste (etwa vom Kaliber unseres Miet-Renners) hierher. Ich glaube, solche Kojones hätte ich nicht.

19:25 Grenzstadt. 115 km/ 155 Minuten==> vØ = 45 km/h. Da war ich mit meiner Schätzung etwas zu pessimistisch.

19:45 Ausreise Chile. Keine nennenswerten Vorkommnisse.

20:10 Einreise Argentinien. Irgendeine Diskussion zwischen Fahrer und Zöllner, aber keine großartige Verzögerung

20:25 zum Abschluss noch eine Furt. Fahrer: „that‘s Patagonia“. Vor uns müssen noch 3 Parteien abgeliefert werden. Mein Ziel 20:30 werden wir wohl knapp reißen.

20:35 geschafft (Tour) & geschafft (wir)

21:00 Nachtrag: müder Kopf hat gegen leeren Bauch 2:0 gewonnen.

Neukaledonien

Scheinbar gab es ein Problem mit dem Yodo-Server, so daß der Blog für ein paar stunden/ Tage(?) nicht erreichbar war. Ich habe das mit Hilfe des „schwarzen Kastens“ oder, wie Birgit sagt, schwarzer Magie, will sagen: eines Shell-Fensters, erstmal gefixt. 

<<Hier>> jetzt als Lebenszeichen die gesammelten Werke von Yodobasha zu Neukaledonien.

Apropos Lebenszeichen: von denen wird es in den nächsten Tagen wahrscheinlich nicht allzu viele geben. Wir sind jetzt auf unserem Roadtrip durch Patagonien. Dabei haben wir erstens nach langen und bisweilen anstrengenden Fahrtagen nur wenig Ambitionen, uns noch dichter- und denkerisch zu betätigen, zum anderen wird das Netz hier unten auch verdammt dünn.  

Big Apple

Das Überschreiten der Datumsgrenze und die Tatsache, daß wir jetzt nichtmehr voraus, sondern hintendran sind, hat unser Zeitgefühl empfindlich gestört und uns einen rustikalen Jetlag verpasst. Außerdem müssen wir unser winzig kleines Zimmer mit einer Schnake teilen. Will sagen: da ich eh nicht schlafen kann, kann ich auch Blog schreiben.

Relativ gut geschlafen haben wir auf dem Flug von Auckland nach Buenos Aires, den Reisetabletten sei gedankt.

Etwas Kummer hat mir das verteilte Zoll-Formular gemacht, weil ich das so verstehen wollte, daß wir für sämtliche Güter (nicht nur Handelsware wie sonst üblich), die wir einführen und die den Wert von USD 300 überschreiten, Zoll/ Einfuhrumsatzsteuer zahlen müssen. Dabei sollte es auch keine Rolle spielen, ob die Güter neu oder gebraucht waren. Ausgenommen war lediglich gebrauchte Kleidung. Beim Gedanken an unseren Kamera- und Notebook-Fuhrpark beschloss ich, daß ich das wohl falsch verstehe und setzte das Häkchen bei „nichts zu verzollen“. Außerdem habe ich auch noch angehakt, daß wir weder tierische noch pflanzliche Produkte einführen. Das stimmte sogar weitgehend (bis auf ein paar Nüsse und getrocknete Mangos/-tane), aber ein komisches Gefühl hatte ich trotzdem dabei, zumal wenn ich an die peniblen 100% Durchsuchungen nach jeglichen Lebensmitteln beim Land-Grenzübertritt anno 2012 zurückdenke.

Die Einreise ging schnell über die Bühne und unser Gepäck wurde vom Zoll durchleuchtet, aber für das Ergebnis interessierte man sich ebenso wenig wie für das Formular, auf dem ich dann schließlich doch noch mein iPhone im entsprechenden Feld deklariert hatte.

Direkt hinter dem Zoll boten die Fuhrunternehmer den Transfer in die Stadt an. Schnell hatten wir einen Fahrer gefunden, der uns für knapp 40€ in unser Hotel, das abseits des Zentrums in der Nähe des zweiten Flughafens, von dem es nachher weitergeht, liegt. Das ganze ging so schnell, daß nicht mal Zeit blieb, uns am Flughafen mit Barem zu versorgen.

Das erwies sich dann doch noch als echte Herausforderung mit Frustrationspotenzial: die meisten Geldautomaten waren leer, und die nicht-leeren begrenzten die Auszahlung auf 2.000 Pesos, wofür sie einen Aufschlag von 181 Pesos, ca. 8,50€ verlangten. Fast 10%, das nenne ich Beutelschneiderei! Schlussendlich fanden wir, nach über 1-stündiger Suche, einen, der immerhin 3.000 Pesos ausspuckte, was den prozentualen Aufschlag minimal weniger schmerzhaft macht.

Damit konnten wir dann immerhin das Landungsbier kaufen: 1 Liter Flasche, um 1,50€, kalt, lecker … nach keine Ahnung wievielen Stunden: angekommen!

 

Tokyo und Umgebung

Gerade noch geschafft: Neuseeland zählt als reines Transit-Land nicht mit, damit ist die alte Yodo-Regel „nicht mehr als 1 Land hintendran“ auch bezüglich Bilder erfüllt!

Tokyo Und Umgebung

Flickr Album Gallery Powered By: WP Frank

さようなら日本! Vive la France! Vive l’Europe!

Eine Yodo-Regel lautet: „nicht mehr als ein Land hintendran sein“. Um diese Regel zu erfüllen stünde heute, an unserem letzten Tag in Neukaledonien, jetzt also nochmal Japan auf dem Plan.

Nun denn, Japan: Birgit gestand mir gestern Abend, daß sie bei unserem letzten Tokyo-Aufenthalt (anno 2013, vadammt lang her) von der Stadt etwas genervt war und für diesmal die Befürchtung hatte, daß wir nichts mit unserer Zeit anzufangen wüssten. Zum Glück haben sich diese Bedenken sehr schnell zerstreut, so daß wir die Stadt am Neujahrsabend mit dem Gefühl verließen, lange nicht alles gesehen, gemacht und gegessen zu haben, was wir uns vorgenommen hatten. 

Über die Details unserer Ausflüge nach Hakone und Kamakura hat Yodobasha sich ja schon detailliert ausgelassen, so daß ich mir diese hier ersparen kann/ muss. Anmerken will ich allenfalls noch, daß letzteres zu Zeiten des Kamakura-Shogunats mal für eine Zeitlang Hauptstadt des Landes war. Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, daß jedes Kaff in der langen Geschichte des Landes irgendwann mal Hauptstadt war. 

Apropos Kaff: ich war total fasziniert, daß wir, keine 15 Gehminuten vom pulsierenden Zentrum Uenos entfernt, ein Stadtviertel fanden, das mit seiner Beschaulichkeit etwas dörfliches, allenfalls kleinstädtisches ausstrahlte. In der dortigen Fuzo (hier „Ginza“ genannt) würde sich das Kaufhaus Birkenmeier (oder Unterforsthuber) direkt nahtlos integrieren. Leider übertrumpfte mein Hungergefühl meine nostalgische Begeisterung für diese Zeitmaschine, so daß wir uns vornahmen, satt und gestärkt nochmal vorbeizuschauen. Wir haben’s auf unserer Liste für das nächste Mal!

Ansonsten könnte ich noch erzählen, daß wir jetzt auch das Thema Erdbeben in unser Reise-Profil aufnehmen können. War zwar nur ein ganz kleines, aber das Zimmer (im 12. Stock) hat eindeutig für ein paar Sekunden gewackelt. Im Internet finde ich zwar die Bestätigung, daß da in Tokyo was gewackelt hat, aber leider keine Angaben zur Stärke auf der „nach oben offenen Richterskala“.

Heute ist, wie geschrieben, mittlerweile schon unser letzter Tag in Neukaledonien angebrochen. Dabei könnten wir hier durchaus noch ein paar Tage verweilen, aber die nächste (und letzte) Etappe ruft.

Ein Gedanke kam Birgit und mir hier unabhängig voneinander: eigentlich schade, daß Deutschland keine Kolonien mehr hat. Edeka und Aldi statt Carrefour und Simply (zumindest für Aldi sollte das machbar sein, die haben ja schließlich auch um die Ecke in Australien Läden). Roggenbrot statt Baguette (das ist zwar lecker, aber auf die Dauer braucht der Teutone halt sein Sauerteigbrot). Moselwein statt Bordeaux (ok, das ginge vielleicht etwas zu weit). Aber was soll’s, schließlich sind wir ja alle Europäer und dieses kleine Stück EU mitten im Pazifik verdeutlicht uns noch einmal, was für eine großartige Sache das vereinte Europa ist: nach all den Visums- und Einreiseprozeduren der anderen Länder konnten wir hier einfach mit dem Perso einreisen (bzw. hätten das gekonnt, der war aber so tief unten in der Tasche, daß wir dann doch den Pass genommen haben). Und wenn wir Lust hätten, könnten wir uns hier einfach einen Job suchen und uns beim Einwohnermeldeamt anmelden. Da wir aber nicht wissen, ob die Stadtwerke Noumea IS-U im Einsatz haben, und ich als Surflehrer wahrscheinlich keine allzu gute Figur machen würde, bleibt dies eine eher theoretische Möglichkeit. Anmerkung Birgit: Ultraleicht-Pilot scheidet ebenfalls aus.

Taipeh Weihnachten

… und dann gleich unseren zweiten Aufenthalt in Taipeh hinterher. Ganz „a-jour“ sind wir damit zwar noch nicht, aber wir arbeiten dran!

Taipeh Weihnachten

Flickr Album Gallery Powered By: WP Frank

Tainan

Wir holen auf. Hier und heute unsere beiden letzten Taiwan-Etappen … zunächst die älteste Stadt des Landes …

Tainan

Flickr Album Gallery Powered By: WP Frank