Abschied vom Lande Mordor

Die Hawaii-Inseln wurden aus der großen Insel (Hawai’i) geboren, die große Insel wiederum aus dem Feuer, das Ruhe vor seiner Schwester, dem Meer, suchte. So oder so ähnlich lautet der hawaiiische Schöpfungsmythos. Die Geowissenschaftler sehen das offenbar ähnlich, auch wenn sie dabei eher Begriffe wie Plattentektonik, Magma und Hotspot benutzen.

Egal wie, mythisch, wissenschaftlich oder einfach nur augenscheinlich, ist Hawaii, zumindest die besagte große Insel, eine einzige Vulkan-Landschaft. Wer hier weiße, weiche Strände sucht wird ziemlich enttäuscht. Stattdessen erstrecken sich schwarze, schroff zerklüftete (will sagen: äußerst unkuschlige) Lava-Felder von den mächtigen Vulkanen bis hinab ins Meer.

Die Mächtigkeit der Vulkane fällt einem beim ersten Blick gar nicht so auf. So wundert es einen, dass die Hawaiianer stolz auf den höchsten Berg der Erde sind!? Wie bei vielen Superlativen ist das eine Frage der Interpretation. Auch in Ecuador waren wir schon einmal am höchsten Berg des Planeten. Die Lateinamerikaner maßen vom Erdmittelpunkt aus (wir erinnern uns: die Erde ist zu den Polen hin minimal abgeflacht). Hier wird von der Ebene aus gemessen, auf der der Berg ruht. Und da die über 6 km unter dem Meeresspiegel liegt, ist der Berg darüber über 10 km hoch.

Aber auch ohne diesen Trick kann der Mauna Loa einen unstrittigen Rekord für sich verbuchen: er ist auf jeden Fall der voluminöseste Berg der Welt, den Fuji könnte er glatte 300 mal in sich aufnehmen.

Und Hawaiis Vulkane sind nicht nur groß, sondern auch ungemein aktiv. Dauernd werden irgendwelche Strassen und Gebiete wegen Lavaflüssen und/ oder toxischer Gase gesperrt. Und stündlich kommt, nach Wetter und Verkehr, die Vulkanvorhersage. Leider werden wir Touris nicht wirklich in die Nähe vulkanischer Aktivität vorgelassen, wahrscheinlich haben die Angst, wegen geschmolzener Sohlen verklagt zu werden. Daher kann ich diesen Beitrag nicht mit spektakulären Bildern rot glühender Lava aufwerten. Aber auch der Anblick bereits erkalteter Massen, die sich durch ein (ehemaliges) Wohngebiet gewälzt haben, flößt einem eine gewisse Ehrfurcht vor dieser Naturgewalt ein.

Heute haben wir dieses Tolkien-hafte Land hinter uns gelassen und sind jetzt auf Maui, der zweiten Station unseres Insel-Hoppings. Dem ersten Eindruck nach scheinen die Vulkane hier nicht ganz so aktiv zu sein, weitere Berichte folgen.

Wieder einmal mussten wir feststellen: ein Reisetag ist ein Reisetag ist ein Reisetag! Obwohl die Netto-Flugzeit zwischen den Inseln gerade mal 35 Minuten beträgt, geht mit Bier „entsorgen“, Rucksack stopfen, Auschecken (75$ + Tax „Auscheckgebühr“), Mietwagen zurückgeben, Sicherheitskontrolle, Flug, Mietwagen abholen, im Hotel einchecken, neues Bier kaufen und Rucksack auspacken ein ganzer Urlaubstag drauf.

Mit der Unterkunft hier hatten wir echt Glück, die Anlage versprüht mal wieder echten Magnum-Charme (eher die späteren Episoden), außerdem genießen wir von unserem Balkon aus klasse Meerblick und -Hör.

Es gibt kein Essen auf Hawaii

Entgegen der populären Annahme gibt es hier sehr wohl Bier, und zwar, wie ich bereits geschrieben habe, durchaus genießbares. Was es allerdings weit weniger gibt, ist Essen, zumindest in unaufbereiteter Form.

Zwar weisen die Supermärkte hier gigantische Ausmaße auf, geschätzte 90+% der Fläche sind aber dem Non-Food Sortiment vorbehalten. Wir waren im einem Laden, dessen Grußkarten-Abteilung ungefähr halb so groß war wie ein durchschnittlicher Kölner Rewe. Das, was es an Lebensmitteln zu kaufen gibt, ist dann entweder tiefgefroren oder fertig zubereitet. Obst, Gemüse, (frisches) Fleisch oder Wurst  findet man kaum in den Regalen. Was beim Einkauf noch auffällt: während das allgemeine Preisniveau für das, was es zu kaufen gibt, etwa dem zu Hause entspricht (eher etwas weniger, trotz der aktuellen Euro-Schwäche), ist Brot unverhältnismäßig teuer. 6$ für 1 Pfund labbriges, industriell fabriziertes Weißbrot, das finde ich schon happig.

Das ist zwar schade, da wir so die Küche unserer Ferienwohnung nicht richtig nutzen können, aber angesichts der Verfüg- und Bezahlbarkeit gastronomischer Alternativen durchaus verschmerzbar. Damit zur hawaiiischen Küche: die größte Bevölkerungsgruppe hier stellen die Asiaten, was sich natürlich auch kulinarisch bemerkbar macht. Es kann kein hawaiiisches Essen ohne den obligatorischen Bollen Reis geben. Genauso obligatorisch ist der Löffel Nudelsalat, wobei ich mir da nicht so ganz sicher bin, welcher Ethnie der zu verdanken ist. Dazu gibt es dann wahlweise exotisch gewürztes Pork, Chicken oder Fisch.

Erstaunlich: obwohl unter den Asiaten die Japaner die größte Gruppe stellen, findet man hier (fast) kein Sushi. Allerdings ist die lokale Alternative Poke, gewürfelter roher Fisch mit allerlei Gewürzen, auch sehr lecker.

Abschließend noch eine kulinarische Kuriosität: Hawaii ist wahrscheinlich der einzige Ort auf der Welt, an dem Spam, also Dosenfleisch, als echte Spezialität gilt.

von Herzen

Zum Abschluss unserer Bilderserie des 7. Kontinents hier noch unsere Impressionen aus dem „roten Zentrum“ des Outbacks, inkl. dem Ayers Rock

Sydney …

… die einzige Weltstadt Australiens, inkl. Silvester an der Oper und der Harbour Bridge …

 

Ostküste runter, Fraser Island bis Newcastle, Weihnachten in Brisbane

Hier in Hawaii (USA!) haben wir erstmals auf unserer Reise eine erstklassige Internet-Verbindung. Diese Chance wollen wir nutzen, um unseren Rückstand bezüglich Bilder endlich aufzuholen … die erste Tranche führt uns an die Ostküste Australiens und mitten in die Vorweihnachtszeit hinein …

Kindergarten

Wahrscheinlich haben die anderen Touris die Wettervorhersagen gründlicher studiert als wir. Obwohl, eigentlich wussten auch wir ziemlich gut, was uns wettermäßig erwarten würde. Aber: in Australien gewesen zu sein, ohne den größten Monolithen der Welt vor Augen und Objektiv gehabt zu haben, das geht gar nicht!

Wie dem auch sei, für unsere Tour gab es exakt 2 Buchungen: unsere. Der Anbieter hat daher beschlossen, unsere Tour mit einer anderen zusammenzulegen. In der Beschreibung zu unserer Tour stand, sie sei für Leute zwischen 18 und 49 Jahren ausgelegt. Ich vermute, die andere war eher für das Publikum zwischen 16 und 22 Jahren gedacht. Nun ist man ja bekanntlich so alt wie man sich fühlt, aber in dieser Runde waren wir definitiv die ältesten Teilnehmer (inkl. Guide) und fühlten uns auch genau so.

Apropos Guide: in Südamerika wäre diese Tour folgendermaßen besetzt gewesen: Fahrer, Beifahrer (der kümmert sich um das Gepäck, mach die Tür auf und zu, usw.), Koch und Führer. Das alles hatten wir auch, allerdings in Personalunion. Dazu kam, mehr dem jungen (alle außer uns) als dem junggeblieben (wir) Publikum geschuldet, auch noch die Rolle des Animateurs, DJs und Kindergärtners. Beneiden kann man den armen Kerl nicht. Seinen Tagesablauf am zweiten Tag kann ich ganz gut wiedergeben: 2:15 Uhr aufstehen, Frühstück richten, um 4 Uhr die Truppe wecken, die Leute nach dem Frühstück zum (hinter den Wolken stattfindenden) Sonnenaufgang schicken, derweil Frühstück abbauen/ spülen, zur nächsten Attraktion fahren, dort den Guide geben, zurückfahren, Essen machen, während die Teilnehmer essen das Geschirr machen und das Lager abbauen, 360 km zum nächsten Nachtlager fahren, Lager aufbauen, Abendessen machen, während die Teilnehmer essen … an dieser Stelle hatten die Senioren (also Birgit und ich) Erbarmen und haben das Saubermachen und Abspülen übernommen. Der Guide bedankte sich, verschwand in seinem Swag und ward nicht mehr gesehen.

Natürlich hat der Guide nicht alles alleine gemacht, Besonders bei der Zubereitung des Essens hat er sich tatkräftige Unterstützung geholt. Das war der kindergärtnerische Teil seiner Tätigkeit: erst demonstrieren, wie man die Gurken/ Tomaten/ Zwiebel schneidet, dann überwachen, überprüfen, korrigieren und jederzeit für Rückfragen zur Verfügung stehen. Birgit konnte den Anblick, wie zwei Asiaten beim Zwiebelschneiden fast Harakiri begingen, irgendwann nicht länger ertragen und demonstrierte, von lauten Aaaahs und Ooohs begleitet, wie man Zwiebelwürfel ohne Gefahr für das Gemüse, Leib und Leben fabriziert. Das ist wohl auch dem Führer nicht entgangen, der, als es um die komplexeste Arbeit des Abends ging (Kartoffelpüree machen), zwei andere Asiaten vom Topf verjagte, und uns beauftragte, das Püree „nach eigenem Ermessen“ fertig zu machen.

YOLO, SWAG!

Die Wüste im australischen Outback gehört zu den trockensten Gebieten der Erde, normalerweise. Diesen Sommer ist das etwas anders. Am Ayers Rock gab es bereits 3 Tage, an denen jeweils die durchschnittliche Regenmenge eines kompletten Jahres fiel, und 2 weitere waren vorhergesagt. Der Fluss, der durch Alice Springs fließt, führt seit gestern zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder Wasser. Und was machen wir? Natürlich: eine Tour durch’s Outback.

Widermal heißt’s „nicht hadern“. Außerdem hat das Wetter auch durchaus seine Vorteile, oder richtiger, seinen Vorteil: bei knapp über 30°C war es zwar heftig schwül, aber wahrscheinlich immer noch erträglicher als bei den (trockenen) 46°C, die noch wenige Tage vorher herrschten … so ganz sicher bin ich mir da aber nicht.

In der Beschreibung zu unserer Tour war von Übernachtungen im Swag mit atemberaubendem Blick auf das Sternenzelt die Rede. Hörte sich super an. Was man wahrscheinlich nur zwischen den Zeilen herauslesen konnte: kein (Zelt-) Dach stört den Anblick der Gestirne, oder anders ausgedrückt: man schläft im Freien. Ein Swag ist die traditionelle Art, im Outback zu nächtigen. Dabei handelt es sich um eine Art Über-Schlafsack, dessen Hauptaufgabe es zum einen ist, das Liegen durch eine Schaumstoff-Einlage etwas komfortabler zu gestalten, und, zum anderen, allerlei wechselwarmes Getier (Schlangen, Echsen, Skorpione), von dem es hier mehr als genug gibt, von der Wärmequelle Mensch fernzuhalten. Das der Schutz vor Regen nicht zu diesen Aufgaben gehört, stört nicht weiter, denn schließlich ist die Wüste im australischen Outback ja eines der trockensten Gebiete der Erde, normalerweise.

Um wenigsten etwas Schutz zu haben, haben wir uns so tief wie möglich in den Swag verkrochen. Damit war zwar der atemberaubende Blick auf die Sterne nicht mehr möglich, das war aber nicht so schlimm, die haben sich ohnehin hinter dichten Wolken versteckt. Was hingegen ziemlich atemberaubend war, war das Klima. Das galt nicht nur für draußen, wo es auch nachts nicht viel kühler und/oder weniger schwül geworden wäre, sondern auch und insbesondere für drinnen: die Ausdünstungen von Generationen von Traveller hinterließen deutlich Duftmarken in dem groben Baumwollstoff. Macht aber nichts, denn die geruchsempfindlichen Organe befinden sich ja außerhalb des Swag, normalerweise.

Nach der ersten Nacht äußerte Birgit den Wunsch, im Falle ihres Ablebens auf jeden Fall eingeäschert zu werden, der Gedanke, lebendig begraben zu werden, sei ihr nach dieser Nacht noch viel unerträglicher als zuvor.

Traumzeit

Wie schon gesagt, bei unserer Tour zum Ayers Rock, der heiligsten Stätte für die Ureinwohner, konnten wir die verschiedensten Eindrücke und Erfahrungen im Herzen Australiens sammeln. Statt eines einzigen Beitrags werde ich diese in insgesamt 3 Beiträgen beschreiben, von denen ich die zwei (einfacheren) bereits während der Flieger-/ Warterei der letzten Tage verfasst habe. Mit dem 3., der die Rolle der Aborigines beschreiben soll, tue ich mir noch ziemlich schwer. Wenn ich unsere Beobachtungen und Gedanken einfach so wiedergeben würde, würde ich mir wahrscheinlich das Attribut „rassistisch“ oder „sarra-zynisch“ einhandeln. Auf der anderen Seite kann und will ich auch das erhabene Bild des „edlen Wilden“ nicht zeichnen.

Vielleicht ist es am ehesten so, wie Stanislaw Lem in seinem Nachwort zu „Picknick am Wegesrand“ (Edition Suhrkamp) beschreibt … leider verlief meine Suche nach einem Link hierzu erfolglos, daher hier in meinen eigenen Worten… : in diesem Buch wird am Beispiel des Kontakts zu Außerirdischen erläutert, dass dieser zwangsläufig für die „weniger entwickelte Gesellschaft“ (hier: die gesamte menschliche Rasse) in Depression, Agonie und Alkoholismus endet. (Dieses Buch ist übrigens eines meiner Lieblingsbücher, ich besitze es gleich 2-fach und kann es, bei Interesse, gerne verleihen.) Ich glaube, ich kann mich ganz gut hinter dieser These verstecken und will es damit dabei belassen.

Zeitmaschine

Unsere Unterkunft hier in Hilo auf der „Big Hawaii Island“ ist mindestens so 80er wie Magnum. Da tut es wohl kaum Wunder, dass ich mich spontan in diese Insel verliebt habe. Doch dazu später mehr. Zunächst zur Anreise, die doch einige Hürden aufwies. Derer erste lag unmittelbar vor der Tür unseres Hotels in Alice Springs.

Über die vorangegangene Tour durch das „rote Zentrum“ des australischen Kontinents werde ich auch noch ausführlicher berichten. Hier nur soviel: sie war eine ganz eigene Erfahrung und auf jeden Fall ein würdiger Höhe- und Schlusspunkt unseres Besuchs auf dem 7. Kontinent. Und sie war sehr, sehr feucht. Die erste Hürde war demnach ein reißender Fluss, bei dem wir am Vorabend noch nicht wussten, ob er am nächsten Morgen überquerbar sein wird. Dummerweise lag unser Hotel auf der einen Seite des Gewässers, der Flughafen aber auf der anderen.

Die Brücken über diesen Fluss waren übrigens keineswegs die einzigen, die wegen der exzessiven Regenfälle gesperrt wurden. Auch der Stuart-Highway, der den Kontinent mittig von Nord nach Süd durchzieht, war mehrfach unterbrochen. Außerdem wurden die Flinders Ranges vollständig evakuiert, da dort Sturzbäche und Erdrutsche zu befürchten waren. Als wir das in den Nachrichten gehört haben, überkam uns, wahrscheinlich das erste mal in Australien, das Gefühl, etwas völlig richtig gemacht zu haben: unser ursprünglicher Plan sah vor, von Alice Springs aus auf dem Stuart Highway in Richtung Süden zu fahren und dann ein paar Tage in den Flinders Ranges zu verbringen. Das wir von diesem Plan abrücken mussten, lag aber weit weniger an der Wettervorhersage als an der Verfüg-/ Bezahlbarkeit von geeigneten Mietwagen. Ich bin mir sicher, ich hätte tagelang mantraartig „nicht hadern, nicht hadern, nicht hadern, …“ vor mich hinmurmeln müssen, wenn wir für richtig viel Geld einen 4WD gemietet hätten, mit dem wir dann in Alice Springs mit den zuenen Geschäften und den alkoholisierten Eingeborenen gestrandet wären.

Wie dem auch sei, die Brücke war passierbar und der Flug nach Sydney ging pünktlich. Gleiches gilt für den Flug von Sydney nach Honulululu. Zu seinem wie unserem Pech erkrankte ein Mit-Passagier irgendwo über dem Pazifik schwer, so dass wir zum ersten Mal die Frage „ist ein Arzt an Bord?“ in einem Flugzeug hören durften (sowas hört man nicht gerne, noch weniger möchte ich aber die Frage „ist ein Pilot an Bord?“ hören). Ein Arzt war nicht anwesend, aber immerhin ein Rettungssanitäter und eine Krankenschwester. Aber auch deren gesammelte Kompetenz sowie der gesamte Inhalt der Bord-Apotheke halfen wohl nicht wirklich, und um kein Risiko einzugehen beschloss der Kapitän irgendwann umzudrehen und zurück nach Brisbane zu fliegen. Leider war die Konsequenz für uns, dass wir wohl den inter-hawaiiischen Anschlussflug und damit potentiell die Abholung unseres Mietwagens und das Beziehen unseres Hotels verpassen würden. Und obwohl der Kapitän,  nachdem der Kranke samt Gepäck ausgeladen, nachgetankt und ein neuer Flugplan erstellt wurde, ordentlich Gase gab, kam es genau so: nach der Landung in Honolulu konnte ich den Flieger, der uns auf die Große Insel bringen sollte, gerade noch auf die Piste aufrollen sehen.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: wir wurden vom schwer geforderten Service-Personal von Hawaiian (schließlich waren wir ja nicht die einzigen mit diesem Problem) für den nächsten Flug auf die Warteliste gesetzt. Dort bekamen wir, sehr zu meiner Verwunderung, nicht nur einen Platz, sondern sogar noch ein kleines Upgrade auf einen Sitz am Notausgang. Auch die Mietwagen-Station war noch offen. Mit unserem kleinen, knallroten Ford Fiesta konnten wir dann auch noch in unserem Hotel im Original 80er Jahre Chique einchecken.

Ein Supermarkt war, auf der richtigen Seite fahrend, schnell gefunden (komisch allerdings: dort wurde mehr Hundefutter als Lebensmittel verkauft), das lokale Bier ist genieß- und bezahlbar (womit bewiesen wäre: „es gibt kein Bier auf Hawaii“ ist eine Fehlinformation) und im Restaurant nebenan gab es butterzartes, ziemlich rohes Primerib mit Spaghetti und Mai-Tai … hier will ich bleiben!

Nachtrag: die durch den Zwischenfall verlorenen Stunden fallen nicht weiter ins Gewicht, da sie uns sowieso geschenkt wurde. Wie seinerzeit Phileas Fogg haben wir die Datumsgrenze von Ost nach West überschritten und damit den 9. Januar gleich 2 x erleben dürfen. Zum Glück war es nicht der 8., sonst hätte Birgit womöglich 2x vergeblich Geburtstagsgeschenke von mir eingefordert.