Franz Josef

Nach meinem (mehr oder weniger erfolgreichen) Flugversuchen hier durften wir noch Bekanntschaft mit dem Neuseeländischen Gesundheitswesen machen. Statt niedergelassenen Ärzten gibt es hier Medical Center. Hört sich toll an, dafür sind die Wartezeiten noch länger. Ursache war nicht etwa meine vergeigte Landung, die hat der Fluglehrer rechtzeitig mit „I have command“ und einem strammen Seitengleitflug gerettet. Schuld war vielmehr ein undefinerbarer 3D-Fleck an Birgits Oberschenkel. Sie war fest der Überzeugung, dass das eine Zecke sein müsse.Und ich konnte nicht recht widersprechen. Und da wir zum einen ja wissen, dass Zecken böse sind, und zum anderen eine Auslandsreisekrankenversicherung haben, wollten wir doch lieber auf Nummer sicher gehen. Nach über 2 Stunden Wartezeit und Zuhilfenahme spezieller medizinischer Instrumente meinte die konsultierte Ärztin, dass es sich dabei wahrscheinlich nicht um eine Zecke (die es in Neuseeland überdies gar nicht gibt), sondern etwas, das sich wie „Wiesel“ anhört, handelt. Immerhin zeigte sie uns für die pauschalen 160 NZ-$ auch noch den zugehörigen Wikipedia-Artikel, aus dem wir entnehmen konnten, dass das eine harmlose, spontane Erweiterung von kleinen Blutgefäßen ist. Derart aufgeschlaut konnten wir unsere Reise in Richtung Westküste getrost fortsetzen.

Und da sind wir jetzt. Da unmittelbar hinter der Westküste die Südalpen liegen, hat es, mal wieder, den ganzen Tag geschifft (siehe auch: Staubewölkung). Zum Mittagessen hatten wir, am Arsch des Arschs der Welt, einem Fischer-Dörfchen, der bis 199x nur per Boot erreichbar war, in einem Restaurant in einem Wohnwagen einen „Fisherman’s Basket“ mit allem, was Meer und Fritte so hergeben. Fisch, Austern und Jakobsmuscheln waren, zugegebenermaßen, sehr lecker, aber ich frage mich: wie in aller Welt kommt Surimi in so eine gotteverlassene Gegend? Meine „Frisch-vom-Kutter“-Illusionen lösen sich auf.

Abschluss des Tages ist ein Besuch beim Fox-Gletscher, einem der beiden einzigen Gletscher dieser Welt, die bis in den Regenwald hinab reichen (den 2. werden wir morgen besuchen). Bevor wir den einstündigen Fußmarsch zur Gletscherpforte antraten, wollte sich Birgit nochmal erleichtern. Dabei meldete unser Chemieklo, dass es bis zum Stehkragen voll sei …

Tick

Nachdem uns unser Chemie-Klo vorhin Alarmstufe Rot signalisiert hat, mussten wir heute wohl oder übel wiedermal einen kommerziellen Campingplatz ansteuern. D.h. u.a. Netz. Daher will ich nicht nur die Bilder und den offline vorverfassten Beitrag hochladen, sondern auch die letzten Tage etwas konkreter Revue passieren lassen. Nun denn …

Vor keine Ahnung wievielen Tagen (wir verlieren hier völlig unser Zeitgefühl), auf jeden Fall an dem Tag nach dem Tag, an dem ich unseren letzten Beitrag veröffentlicht habe, haben wir uns in den Milford Sound aufgemacht. Dieser Sund ist eigentlich ein Fjord, und wer den Unterschied wissen möchte, dem hilft Wikipedia sicher weiter.

Die Statistik besagt für dieses Fleckchen Erde eine durchschnittliche Regenmenge von 7000 mm/qm und 182 Regentage im Jahr (Stichwort: Staubewölkung). 7000 mm oder 7m, das muss man sich mal klar machen: das ist mehr als ein Einfamilienhaus hoch ist!. Entsprechend war es auch nicht wirklich verwunderlich, dass es am Tag unseres Besuchs wie aus Eimern gekübelt hat. Immerhin, es hätte schlimmer kommen können. Bei unserer Ankunft wurde etwas von Schneefall gemunkelt, und das hätte im Zweifelsfall bedeutet, dass wir an diesem seelenlosen, durch und durch dem Tagestourismus verschriebenen Ort, länger als die 2 Stunden der obligatorischen Bootsfahrt hätten bleiben müssen. Die perfekt durchorganisierte Tour schipperte uns, und mit uns weitere Heerscharen von Touristen, routiniert den Fjord bis zur Mündung in die Tasmanische See runter und auf der anderen Seite wieder rauf. Natürlich bekamen wir dabei, in für uns einigermaßen verständlichem Englisch, auch allerhand Informationen mitgeteilt, deren meisten wir leider schon wieder vergessen haben. Nur soviel ist hängengeblieben: der Milford Sound ist eigentlich ein Fjord (Unterschied s.o.), hier regnet es verdammt oft (ok, das hatten wir schon mitbekommen) und bei starkem Regen (also meistens) läuft das Wasser in reissenden Sturzbächen die Felsen hinab. Und nochwas: an einer besonders engen Stelle werden regelmäßig Windgeschwindigkeiten von über 100 Knoten erreicht, das hat mich dann doch etwas beeindruckt. Ansonsten waren wir froh, dass der befürchtete Schnee ausblieb und wir die Passstrassen zurück in die Zivilisation (?!?) problemlos überqueren konnten.

Nicht weiter ging’s dann allerdings auf der Leeseite des Gebirges: bei spätabendlichem Sonnenschein (wir befinden uns hier ja kurz vor dem längsten Tag des Jahres) standen wir zwischen Schafen, Touristenbussen und anderen Campern in einer Vollsperrung. Nachdem es über eine Stunde nicht weiterging habe ich mich aufgemacht, um die Ursache zu erkunden. 2 Kilometer weiter habe ich das Neuseeländisch des dort postierten Polizisten so interpretiert, dass es wohl einen schweren Unfall gab, die Aufräumarbeiten mindestens noch 6 Stunden dauern würden und wir besser an Ort und Stelle übernachten würden. Auf dem Rückweg wurde ich dann von einer ganzen Menge weiterer, offensichtlich „Native-Speeker“-Traveller angesprochen, wann es denn nun weiterginge … faules Volk! Wie dem auch sei, auf freiem Feld übernachten war mit Birgit nicht drin und so verbrachten wir unseren Abend Aug’ in Aug’ mit ein paar Schafen auf dem als offiziellem Campingplatz zugelassenen Parkplatz eines Golfclubs.

Am nächsten Tag war die Unfallstelle dann geräumt (leider gab es da wohl einen tödlich Motorrad-Unfall) und wir konnten unsere Reise nach Queenstown fortsetzen. Queenstown ist sowas wie die Adreanlin-Hauptstadt der Südhalbkugel. Jet-Ski, Paragliding, Bungee-Sprünge und noch viel abartigere Sachen werden hier, gegen Einwurf (vieler) kleiner Münzen angeboten. Wir blieben da eher vorsichtig und wählten einen Rundflug über die beeindruckende Alpen-Kulisse. Einziges Manko (für Birgit zumindest): ich saß auf dem Sitz des verantwortlichen Flugzeugführers. Nachdem ich sie mit Engelszungen überzeugt habe, dass der daneben sitzende Fluglehrer sein Handwerk sicher über alle Maße gut beherrscht, konnte ich sie tatsächlich zum Einsteigen überreden. Der Flug verlief ebenso unspektakulär wie landschaftlich beeindruckend, und selbst einige Lee-Wellen über den Gebirgskämmen konnten Birgit nicht zum Gebrauch der, sicherheitshalber mitgebrachten, Spucktüten bewegen. Leider könnte ich mir immer noch in den Arsch beißen, dass ich die Landung versemmelt habe (ja, ich wollte die falsche Piste anfliegen), aber immerhin: ich glaube nicht, das so viele Kameraden im Kölner Klub einen Eintrag auf der Südhalbkugel in ihrem Flugbuch vorweisen können!

Antipoden/ Road Movie

Den weitesten Punkt unserer Reise haben wir am 45. Breitengrad Süd hinter uns gelassen, damit befinden wir uns jetzt quasi auf dem Rückweg. Auf jeden Fall aber befinden wir uns auf dem Weg. Die letzten Tage verbrachten wir hauptsächlich auf Achse, unterbrochen von Touren, kleinen Spaziergängen oder anderen Aktivitäten. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass es keine andere sinnvolle Art gibt, dieses Land zu bereisen, als mit einem eigenen fahrbaren Untersatz. Zu groß ist das Land, zu klein die Bevölkerungsdichte, die Sehenswürdigkeiten liegen zu weit verstreut und der Aufenthalt dort lohnt dann auch meist nur wenige Stunden (wenn überhaupt).

Genau genommen ist NZL gar kein großes Land, eher im Gegenteil. Die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung (beider Inseln zusammen) ist kleiner als die von Italien, die Ost-West-Breite in etwa vergleichbar. Es handelt sich also mehr um eine „gefühlte Größe“. Überhaupt scheint hier das Große etwas kleiner zu sein. Z.B. liegt in den hiesigen Alpen die Baumgrenze bei etwa 400 Metern und die nackten, schneebedeckten Gipfel ragen zwischen 1500 und 2000 Meter in die Höhe. Oder: wenn man nach einem Fahrtag 200, 250 oder 300 km (inkl. einiger Passstraßen) mehr auf der Uhr hat, hört sich das nach einer großen Strecke an (die man in unseren „großen“ Alpen so niemals schaffen würde). Da es hier aber viele „Enden der Welt“ gibt und das Land kreuz über quer erfahren werden will, ist man dabei kaum vorangekommen (Definition „Vorankommen“: Luftlinien-Distanz zwischen 2 Schlafplätzen).

Mir ist in den letzten Tagen oft folgender Gedanke gekommen: NZL ist so ähnlich wie das Allgäu, nur etwa 15% schöner. In diesen Momenten frage ich mich dann, ob sich die weite (und teure) Reise wirklich gelohnt hat. Da wir nun aber mal hier sind, wollen wir jeden Tag genießen.

Was man hier nicht immer so richtig genießen kann, ist das Wetter. Obwohl wir uns am Übergang zwischen Frühling und Sommer befinden, ist es meistens biebrig kalt. Das hat wohl mit den eisigen Winden aus der Antarktis zu tun. Und diese Winde sind nicht nur eisig, sondern blasen auch heftig. Und unser Camper ist sehr seitenwindanfällig. Zeitweise war das so arg, dass ich nur in der Mitte der Straße fahren konnte, Muskelkater vom Gegenlenken bekam und das ESP sich wegen des ständigen Schiebe-Winkels abschaltete. Auch hatten wir bisher keinen Tag ganz ohne Regen, und einen mit ergiebigem Dauerregen (zugegebenermaßen in einem der niederschlagsreichsten Gebiete der Welt, mehr dazu später).

Wenn ich jetzt meinen dampfenden Kaffe auf dem Fahrersitz unseres (über Nacht auf 12° abgekühlten) Campers trinke, sehe ich satt grüne Wälder und Weiden, einen smaragdgrünen Fluss, und schroffe, schneebedeckte Berge, die ihre Gipfel in gleissend weiße Wolken hüllen, ansonsten strahlend blauer Himmel. Schön ist das auf jeden Fall, vielleicht sogar 18% schöner als im Allgäu.

Bilder Christchurch 22.11.2014

Verdammte Hacke, jetzt habe ich doch glatt vor lauter Offline die Chronologie durcheinander gebracht … hier ein paar  Bilder aus Christchurch …

Bilder NZL Südinsel I

Der schönste Arsch der Welt

Hurra, wir haben mal wieder Netz (Wasser, Abwasser, Strom, Mobiltelefon und Internet)! Nun denn, wollen wir die günstige Gelegenheit nutzen und unsere Erfahrungen und Eindrücke der letzten 3 Tage Revue passieren lassen.

Wenn es in NZL von etwas mehr gibt als Schafe, dann ist das Landschaft. Es ist eigentlich egal, wo man hinblickt: rechts sieht man unglaublich grüne Weiden (vgl. Windows 95 Standard-Hintergrund), links die schneebedeckten Gipfel der Neuseeländischen Alpen, vorne die atemberaubend zerklüftete Küste, hinten den Urwald mit gigantischen Baum-Farnen und oben eine wunderschöne Landschaft aus Cumulus-, Cirrus- und Cirroculmulus-Wolken. Nicht ganz so eindrucksvoll ist der Blick nach unten, er offenbart meisten Schotterpisten mit rustikalen Schlaglöchern, aber was soll’s, wir sind ja Vollkasko-versichert.

Demnach könnte ich jetzt also ausführlich über Weiden, Gipfel, Küsten, Urwald, Wolken und Schlaglöcher erzählen. Da ich aber weiß, dass sich daran schon Generationen von Reiseführer-Autoren abgearbeitet haben, lasse ich das mal lieber.

Stattdessen hier eine kurze Beschreibung unserer aktuellen Behausung: es ist der pure Luxus! Ein komplett mit Küche, Dusche/ WC, Ess-, Wohn- und Schlafzimmer ausgebauter Sprinter. Zugegeben, die Motorisierung könnte besser sein und das Lenkrad ist auf der falschen Seite, aber an beides gewöhnt man sich. Bei mir klappt das mit dem Fahren auf der verkehrten Seite schon richtig gut (Trick: der Fahrer muss nach dem Abbiegen zur Straßenmitte hin zu sitzen kommen), Birgit musste ich bei ihren ersten Versuchen zu mehr Mitte ermahnen. Die angedrohte Fahrprüfung bei der Fahrzeugübergabe blieb übrigens, zu unserer Erleichterung, aus.

So ausgerüstet touren wir nun seit 3 Tagen als Selbstversorger kreuz und quer über die Südinsel. Billig sind hier vor allem 2 Dinge: Hammel und Diesel. Teuer ist der ganze Rest, vor allem aber Bier. Die letzten beiden Nächte haben wir auf (billigen) szenischen Plätzen mitten in der idyllischen Landschaft, und damit fernab jeglicher Zivilisation (und Netze, s.o.), verbracht. Nachdem wir uns heute aber selbst und gegenseitig nicht mehr riechen konnten, haben wir beschlossen, die heutige Nacht in einem richtigen (teuren) „Holiday-Park“ zu verbringen.

Mehr habe ich eigentlich nicht zu erzählen, außer vielleicht dem Highlight des heutigen Tages vielleicht noch: Neuseeland ist, wie alle Länder mit großer Ausdehnung und dünner Bevölkerung, Flieger-Land. Um ein, ziemlich weit entferntes, Aviatik-Museum (größte DeHaviland-Sammlung der südlichen Hemisphäre, wenn das mal nichts ist!) zu besuchen haben wir unseren Wecker mal wieder auf deutlich vor 7 Uhr gestellt. Auch das Frühstück fiel weitestgehend aus. Trotzdem haben wir es nicht innerhalb der Öffnungszeiten (bis 16:30 Uhr) dorthin geschafft, da ich, entgegen Birgits explizitem Rat, auf dem direkten Weg mitten durch die „Mecklenburgische Seenplatte“ (O-Ton B.) unseren letzten Stellplatz verlassen wollte. Es bedurfte einiger Stunden, 3 starker Männer (und mir) und viele, viele „Sänk Ju wery matsch“ bis wir wieder griffigen Boden unter den Rändern hatten. Immerhin wissen wir jetzt: unser Camper hat Heck-Antrieb.

@Mutter: wie gesagt, keine Ahnung wann wir mal wieder Netz haben und uns melden können. Wenn Du nichts anderes hörst gehe davon aus, dass es uns gut geht!

Re:Start

Nach 12 Stunden Netto- und 24 Stunden Brutto-Flugzeit (inkl. Zeitverschiebung und verdammt lang Warten) sind wir jetzt in Christchurch, NZL angekommen. Hier stimmt sogar die Uhr meines Notebooks fast wieder, ich muss nur AM durch PM ersetzen (und vice versa). Demnach wird zu Hause gerade die Bundesliga angepfiffen und mich plagt hier die Schlaflosigkeit. Also will ich die Zeit für einen kurzen Beitrag nutzen, es könnte für eine gewisse Weile der letzte sein. Nachher holen wir den gemieteten Camper ab und machen uns auf eigener Achse auf den Weg, das Land zu erkunden. Wo es uns dabei hinverschlägt und ob wir dort ein WLAN finden ist noch nicht klar. Bevor wir loslegen dürfen, ist so etwas wie eine Fahrprüfung vorgesehen. Ich hatte ja schon auf Bali das Vergnügen, mich im Linksverkehr bewähren zu dürfen, von daher denke ich, das wird schon werden. An das Schalten mit der falschen Hand gewöhnt man sich einigermaßen schnell und beim Rechtsabbiegen hilft ein Mantra-artiges „große Kurve, große Kurve, große Kurve, …“. Allerdings habe ich, besonders in stressigen Situationen (wovon es in Bali sicher wesentlich mehr gab als hier) bis zum Schluss die Fahrtrichtung mit dem Scheibenwischer angezeigt. Wie das wohl bei Birgit klappt? Sind wir gespannt!

Ich hatte gelesen, in Neuseeland kann man alle Klimazonen der Welt bereisen. Das mag spektakulär klingen, gestern hatten wir aber sogar alle 4 Jahreszeiten innerhalb eines Tages: los ging’s mit Winter, die Klimaanlage im Hotel war so extrem kalt, dass wir uns im Frühstücksraum, trotz Pulli und Faserpelz, ordentlich einen abfroren. Als wir, in dieser Montur, aus der Tür traten, setzte schlagartig der Sommer ein. Nach einer kleinen Strip-Einlage hatten wir, im Gegensatz zu manch Einheimischen, immerhin noch unsere T-Shirts an. Im Schatten der Rosensträucher im botanischen Garten wähnten wir uns temperatur- und geruchsmäßig im Frühling. Am späteren Nachmittag waren dann wir froh, Pullies und Jacken noch im Rucksack zu haben. Mit extremem Wind, aufliegender Bewölkung und zähneklappernden Temperaturen hielt der Herbst Einzug.

Zu Christchurch: die gesamte Innenstadt ist ein einziger Lost Place. Nach den Erdbeben von 2010 und 2011 gibt es hier nur noch zweckmäßige Neubauten (z.B. unser Hotel), Ruinen, geräumte Freiflächen oder augenscheinlich intakte, aber leerstehende Gebäude. Demnach wohnt und arbeitet hier, außer Touristen und der zugehörigen, „sterilen“ Infrastruktur, auch niemand mehr. Und so richtig viele Touristen gibt hier, zumindest momentan, nicht. Ich habe keine Ahnung, ob es hier vor dem Beben sowas wie pulsierendes Leben gab, Stand heute muss man die Stadt irgendwo zwischen „tote Hose“ und gespenstisch still einordnen. Öfters als einmal ist mir ein Vergleich mit der Weinheimer Werderstraße an einem Sonntag Nachmittag in den Sinn gekommen (für die Kölner Leser: leider/ zum Glück kenne ich keinen entsprechenden Ort in der Domstadt).

(Bemerkung zum Beitragsbild: alle sichtbaren Gebäude stehen leer)