Der Planet sticht

Das mit dem Schlafdefizit ausgleichen hat hervorragend funktioniert. Irgendwann verstummte auch der Krach aus den umliegenden Zimmern, in denen sich mittelalte Khmer-Männer zu zweit oder dritt ein Bett teilten und dabei aus der, zwecks Lüftung geöffneten Zimmertür, einen doch ziemlich strengen Geruch verbreiteten (erwähnte ich schon, dass das Zimmer nur 10$ die Nacht kostet). Außerdem konnten wir mal so richtig ausschlafen: den Wecker hatten wir erst auf 6:09 Uhr gestellt.

Nach einer stärkenden Nudelsuppe auf dem, schon um diese frühe Zeit penetrant stinkenden, Markt haben wir uns einen Tucktuck-Fahrer engagiert und ab ging’s zur Bamboo-Train. Die Bamboo-Train kann man sich wie einen fliegenden Teppich mit Spurkränzen und Außenbord-Motor vorstellen. Mit diesem Gefährt geht es dann im Affenzahn über übelst verbogene Schienen, die die Kolonialherren hier haben liegen lassen. Das ist ein Bisschen wie Achterbahn, nur in echt. Stellenweise rückt der Dschungel dabei dem Gleiskörper verdammt nahe. Das wurde uns spätestens klar, als unser Gefährt manuell abgegleist werden musste (Gegenverkehr). Unser Fahrer ermahnte Birgit mit sehr ernster Mine, doch währenddessen auf den Gleisen zu bleiben, wegen der Schlangen im Busch. Das hatte Wirkung.

Danach ging’s weiter zu einem der vielen Killing Fields des Landes. Wir sind uns nicht klar darüber, ob das ein nationales Trauma oder eine Attraktion ist, wahrscheinlich gilt einfach beides. Dieses spezielle Feld lag leider auf der Spitze eines Berges, so dass das Wort für uns eine ganz eigene Bedeutung bekam: der steile Aufstieg in Kombination mit der erbarmungslos vom Himmel brennenden Sonne, 35°C und geschätzt 80% Luftfeuchtigkeit hätte uns auch beinahe umgebracht.

Der Besuch wäre dort sicherlich auch noch um einiges informativer gewesen, wenn die erklärenden Tafeln nicht nur in einer Schrift, die wie eine Ansammlung von Zier-Ornamenten aussieht, verfasst worden wären. Das passte aber zur Aussage des Reiseführers, dass Battambang touristisch noch nicht so richtig erschlossen ist. Dazu passt wohl auch, dass die Zeitspanne  zwischen „noch im Aufbau“ und „Markt verloffe“ beim hiesigen Nachtmarkt maximal 1/2 Stunde beträgt.

Mittlerweile sind wir, nach einer aufreibenden Busfahrt, in Phnom Phen, der Hauptstadt angekommen. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Traveller

Den augenscheinlichen Unterschied zwischen Touristen und Travellern hatten wir ja schon mal. Daher jetzt der etymologische Ansatz: Travelling bedeutet im Gegensatz zur Journey die mühevolle, arbeitssame Reise (vgl. frz. „travailler“ oder auch den „travelling salesman“). Und genauso fühlten wir uns gestern auch. Zum 4. Mal am 4. Urlaubstag klingelt der Wecker vor 6, eine erfrischende (will sagen: eiskalte) Dusche, den Krempel in die Rücksäcke gestopft und auf den Transfer-Bus gewartet. Der kam dann auch Ewigkeiten (und eine stärkende, kalte Nudelsuppe) später und brachte uns zu unserem Boot nach Battambang.

Die Passagiere im Boot konnte man sehr leicht als Touristen oder Traveller identifizieren, je nach dem, ob sie mit Rollkoffer oder Vorder- und Rückseitig je mit einem Rucksack bestückt waren. Außerdem kamen die Touristen auch um einiges entspannter an, während wir in einem völlig überladenen, stinkenden Kleinbus transportiert wurden. Immerhin: diesmal waren weder Schweine noch Hühner mit an Bord.

Die Bootsfahrt dauerte 6 Stunden und war ziemlich laut und Arschbacken-lähmend. Dafür können uns aber die Touren mit den Themen „schwimmende Dörfer“ und „Leben am Fluss“ sparen, und das völlig ohne unangenehmen Kontakt mit den einheimischen Marketendern („Where are you from?“, „This is my work“, „10 peaces 10$ Sir, good quality“).

Richtig anstrengend wurde die Sache nach der Anlandung: mit 2 Rucksäcken über einen schmalen, klapprigen, rutschigen Steg balancieren und dabei die penetranten Tucktuckfahrer und Hotelvermittler abwehren, das erfordert schon eine gewisse Geschickt-, Routiniert- und Abgebrühtheit. Das Geländer war dabei auch keine Hilfe, schließlich mussten sich die Fahrer ja irgendwo festhalten, Die Touristen tangiert das natürlich wenig, da diese ja von ihrem persönlichen Reiseleiter erwartet werden, der selbstverständlich auch den Koffer trägt. Schließlich haben wir uns zu dem Hotel unserer (richtiger: des Reiseführers) Wahl bringen lassen. Zum Hotel nur soviel: die Zimmer sind bis zur Decke weiß gekachelt. Wir wollten schon immer mal in einer Metzgerei nächtigen. Dafür ist es sauber und kostet stolze 10$ die Nacht. Und garantiert Touristen-frei.

Der Tag endete, wie er angefangen hat und auch der nächste anfangen sollte: mit Nudelsuppe. Vor 8 Uhr lagen wir im Bett in unserer Wurstküche und versuchten, unser erhebliches Schlaf-Defizit auszugleichen.

Ausgetempelt

Das Programm gestern bestand im Wesentlichen aus … Steinen. Und zwar grauen, braunen und roten. Die meisten etwas bemoost, manche auch etwas stärker. Und während ein paar einfach so unmotiviert in der Landschaft rumlagen, waren die meisten irgendwann zu Prunk- oder Sakralbauten arrangiert worden. Manche dieser Bauten wurden zerstört oder einfach sich selbst überlassen, andere haben die Zeit ob ihrer religiösen Bedeutung ziemlich gut überstanden. Allen voran Angkor Wat, von dem wir mehr als einmal vernehmen durften, dass es das größte religiöse Gebäude der Welt sei. Beeindruckend ist dieses geistliche Epi-Zentrum der Khmer-Kultur zweifellos, da wir in unseren Berichten aber ja traditionell nix schreiben, was man besser und richtiger bei Wikipedia nachlesen kann, verzichten wir hier auf Details. Vielleicht doch noch soviel: wer bei dem Begriff „Gebäude“ an so was wie 4 Wände, Tür und Fenster denkt, liegt hier falsch. Wie die meisten Tempel besteht auch Angkor Wat aus offenen Fluren (die im Reiseführer beschönigend Hallen genannt werden) und Innenhöfen.
Unseren Besuch hatten wir perfekt getimet. Wir waren kurz nach Mittag dort und ich dachte erst, ich sei im falschen Tempel. Die erste Viertel Stunde sind wir mutterseelenallein durch die Flure, pardon Hallen, gestreift. Je näher der Sonnenuntergang rückte (den man an diesem Tag definitiv nicht sehen würde), desto mehr füllte sich die Anlage wieder mit Touris. Zu diesem Zeitpunkt war unser Tagesbedarf an Touris, insbesondere Japaner und Koreaner mit trendigen Selfie-Stöckchen, bereits gedeckt.
Der Tempelbezirk von Angkor ist gefühlt so groß wie Mecklenburg Vorpommern und weißt wahrscheinlich so viele Sehenswürdigkeiten auf, wie dieses Bundesland Arbeitslose hat. Da wir für all das nur einen einzigen Tag eingeplant hatten (was laut Reiseführer einer Götterlästerung gleichkommt) mussten/ durften wir unser Besuchsprogramm auf das absolute Best-Of konzentrieren. Dazu gehörte neben dem Wat auch der „Lara-Croft-Tempel“ Tak Phrom, den der Dschungel weitgehend zurückerobert hat. Seinen Beinamen verdankt er der Tatsache, dass dort einige Szenen für den Film Tomb Raider gedreht wurden. Und tatsächlich: obwohl das von der Oberweite respektive dem Bauchumfang nicht ganz hinhaut, kam Birgit sich wie Lara und ich mir wie Indiana Jones vor. Ok, zugegebenermaßen störten die Heerscharen der besagten Asiaten mit den Selfie-Stöckchen diesen Eindruck etwas.
Abends liessen wir unsere erste Etappe beim Khmer Barbeque, einem Brühfondue u.a. mit Hai und Krokodil, ausklingen.
Während ich das schreibe sitzen wir im Boot nach Battambang und fahren über Landstraßen, die während der Regenzeit (also jetzt) Wasserwege sind.

Betrifft: Bilder

Eigentlich sollte sich an dieser Stelle die erste Photo-Gallerie mit Bildern von unserer Tour in und im Umland von Siem Reap befinden. Daraus wird leider nichts! Grund ist nicht etwa, dass wir nicht fleißig photographiert hätten, ganz im Gegenteil. Und natürlich haben wir uns auch hingesetzt und Aschenputtel-like die besten Aufnahmen in’s Töpfchen gepackt. Allein: das Internet hier ist so klapprig, dass an ein Hochladen nicht zu denken ist. Daher folgt jetzt gleich der nächste Text-Beitrag, den ich gerade auf einer 6-stündigen Bootsfahrt von Siem Reap nach Battambang zusammengeschustert habe.

Geschröpft

Meine gestrigen Ergüsse habe ich gerade wegen Unschönheit in’s Bitklo gespült, nun also der zweite Versuch. Der Tag begann mit einer angenehmen Überraschung: unser Gepäck ist tatsächlich gestern früh vollständig hier im Hotel angekommen. Sehr früh angekommen ist auch unser Guide Dani, bei dem wir vorab eine Food-Tour gebucht hatten. Um kurz vor 6 aufstehen? Kein Problem, wir haben ja schließlich Urlaub!

Dani scheint nicht ganz so früh aufgestanden, zumindest hatte er wohl keine Gelegenheit mehr, ein frisches T-Shirt anzuziehen. Ansonsten kann man Dani als ziemlich zotteligen Amerikaner mit einer besonderen Leidenschaft für Bienen bezeichnen („No Honey, no Money“). Er lebt wohl seit 20 Jahren hier in Kambodscha und veranstaltet in dieser Zeit abwechselnd Touren und Imker-Kurse. Offiziell hieß unsere Tour „Combo Tour“, da sie kulturelle und kulinarische Aspekte kombinieren sollte. Für meinen Geschmack herrschte allerdings ein ziemliches Ungleichgewicht zu Gunsten der Kultur.

Los ging es auf dem Markt. Der Anblick von Fleisch, das vor Fliegen nur so wimmelt, angebrüteten Enten-Embryonen und bei lebendigen Leib gehäuteten Fröschen konnte uns nicht mehr so recht schocken, ist aber immer wieder beliebtes Kamera-Futter. Mit meiner Übersetzung des alten Harald Schmidt Witzes, ob man alles zahlen müsse oder nur das, was nicht davonfliegt, ging der erste Humor-Punkt an mich.

Auf dem Markt stärkten wir uns dann auch mit einem leckeren Frühstück, das fiel aber mit Reis, Ei, Banane und Gemüse ziemlich konventionell aus. Für eine Food-Tour hätte ich hier mehr erwartet.

Danach ging’s raus auf’s Land, hinein in’s echte kambodschanische Leben. Und das sieht doch ziemlich bescheiden aus: Strom und fließend Wasser? Fehlanzeige. Der Fernseher läuft trotzdem die ganze Zeit, 2x die Woche kommt der Mann, der einen Generator besitzt, vorbei und lädt die Batterien. Und für das Wasser wurden Sand-Filter-Systeme mit Geldern der EU und großzügiger amerikanischer Privatleute installiert. Allerdings sind die meisten entweder kaputt oder einfach nicht in Betreib. Dafür steht vor jeder Hütte ein großes Schild mit dem Namen des Sponsors. So sieht also Entwicklungspolitik in Realität aus.

Zwischen den Besuchen bei verschiedenen Familien, die jeweils ihrem Tagwerk nachgingen (Frauen: Reisnudel produzieren, Räucherstäbchen rollen, Matten flechten; Männer: trinken, außer der, der den Generator hat) gab es dann immer mal wieder eine lokale Spezialität zu verkosten: Palmzucker, Reisnudel, gebackene Bananen. Auch in einem Hunde-Restaurant haben wir Stop gemacht (nein: kein Restaurant für Hunde), allerdings weigerte sich der Wirt, uns ein paar Probierhappen gegen reduziertes Entgelt zu überlassen. Er bestand darauf, dass ich einen kompletten Teller für umgerechnet 1$ 25 bestellen müsse. Da ich zum einen aber schon ziemlich satt war und es zum anderen auch nicht einsehen wollte, den Großteil meines Essens wegzuwerfen, musste ich mir diese Erfahrung durch die Lappen gehen lassen. Dani regte sich darüber furchtbar auf: diese Khmer kapieren den Kapitalismus einfach nicht! 1/4 Portion zum halben Preis ist doch eindeutig mehr verkauft als 0 Portionen zum vollen. Unrecht hat er nicht.

À propos Dani: dass der kein professioneller Food-Guide ist, merkten wir spätestens bei der Reisnudel-Verkostung. Die wurden uns auf einem frisch geernteten Bananenblatt-Teller serviert und sollten mit den bloßen Händen gegessen werden. Dani empfahl uns daher, uns die Hände vor dem Essen zu waschen. Womit nur? Klar: mit dem ungereinigten Brunnen-Wasser. Die Australier, die die Tour mit uns machten, und wir schauten uns kurz irritiert an und zückten jeweils unsere Desinfektionsmittel und -Tücher. Wenn ich da an unseren Food-Guide Marc Ng in Kuala Lumpur denke … der hatte eine tragbare Dekontaminierungseinheit in seinem Kofferraum.

Als Höhepunkt wurden für auf die kambodschanische Art geschröpft. Damit meine ich nicht das allgegenwärtige „10 peaces 1$ Sir, good quality“, sondern so richtig mit Gläsern und Feuer. Das soll gegen alles helfen, zumindest wenn man daran glaubt. Wie’s war? Nun ja, es hat ziemlich weh getan, als ob einem das Fleisch vom Rücken gezogen würde. Und die Male werden mich sicher noch über den Urlaub hinaus begleiten. Für die Umstehenden war’s auf jeden Fall belustigend. Geholfen hat’s auch: zwar nicht meinem Rücken, ich denke aber, die Familie kann den Dollar schon gebrauchen.

Von dieser Strapaze konnten wir uns dann nach unserer Rückkehr in’s Hotel bei der im Preis inkludierten Khmer-Massage erholen. Allerdings gingen auch hier die Mädels rustikal zur Sache. Birgit meinte, zu ihren Schröpf-Malen würden sich jetzt sicherlich noch einige blaue Flecken gesellen. Und ich kann nur sagen, das die Masseuse meinem empfindlichsten Körperteil ein paar Mal gefährlich nahe gekommen ist.

Danach waren wir so platt, dass wir das Hotel nicht mehr verlassen wollten. Daher schlossen wir unseren zweiten Tag mit Bier und den Stullen, die Anne uns für’s Flugzeug geschmiert hat, würdig ab.

 

Bumpy _/\_

So, das lokale Bier hat sich als genießbar erwiesen und im Kampf Monsunregen vs. gewachstes Textil steht es 1:0. Während unsere Klamotten trocknen, und Birgit etwas Schlaf nachholt, will ich die Gelegenheit nutzen und unsere ersten Urlaubsstunden Revue passieren lassen.
Eines vorweg: ich tippe auf meinem iPad, das Notebook ist hoffentlich zusammen mit unserer trockenen Kleidung und anderen mehr oder weniger wichtigen Accessoires auf dem Weg hier her.
Der Flug Frankfurt – Hongkong verlief durchaus vielversprechend: pünktlich, ruhig, die Stewardessen waren ansehnlich und das Essen auch ok. Was kann man mehr wollen? Die Umsteigezeit in HKG war auch angenehm kurz (für unser Gepäck leider zu kurz, s.o.).
Der Weiterflug verlief hingegen die ganze Zeit ziemlich holprig und wurde von einer schlechten Landung gekrönt (da kenne ich mich aus, schlecht landen kann ich nämlich gut).
Im Gegenzug dazu war die Einreise ein Spaß: quasi nicht vorhandene Warteschlange, ein Officer der nur grimmig guckt und seine Anweisungen per Knurr-Tönen erteilt, schließlich aber anstandslos seine Stempel auf die diversen Formulare verteilt: keine Minute später waren wir offiziell in Kambodscha. Dann mussten wir nur noch kurz deklarieren, dass wir weder Ebola noch Drogen einführen, und bevor wir uns versahen, waren alle Formalitäten erledigt.
Am Gepäck-Karussell wurden wir dann ganz gezielt angesprochen. Im Nachhinein fragen wir uns, wie die gerade auf uns gekommen sind. Wahrscheinlich sehen wir einfach aus wie welche, die mit Rucksack aus Frankfurt anreisen. Auf jeden Fall dauerte die Klärung unseres Gepäckverlusts wesentlich länger als die Einreise, was wohl auch damit zusammenhängt, dass die Dame ein für unsere Ohren eher befremdlich klingendes Englisch gesprochen hat (nein, ich meine nicht Birgit!). Evtl. wäre es mit Knurr-Tönen schneller gegangen.
Schließlich standen wir dann mit leichtem Handgepäck in der tropischen Schwüle vor dem Terminal. Leider konnte ich meinen Namen nirgends auf den hochgereckten Schildern entdecken, auch keinen, den man mit meinem verwechseln könnte (darin bin ich richtig gut, im Laufe meines Lebens habe ich mich schon öfters in Schmidt, Schniedel oder Schmirgel wiedererkant).
Der Mann von der Gepäckverluststelle (der ordentliches Englisch sprach, es aber vorzog, sich seine Kollegin mit uns abmühen zu lassen und vice versa), hatte irgendwann Mitleid mit uns Zurückgebliebenen und hat im Hotel insgesamt 3 Mal angerufen. Uns hat er was von Missverständnis und so erzählt, ich war mir aber sicher: die haben uns schlichtweg vergessen, wahrscheinlich mitsamt der zugehörigen Reservierung. Da überkam mich doch eine gewisse innere Unruhe: ohne Gepäck und ohne Unterkunft zur Regenzeit in Kambodscha? Abenteuer? Ja bitte! Aber für den Anfang dürfte es gerne ein bisschen weniger sein.
Wie durch ein Wunder kam 1 1/2 Stunden und 3 meiner Fingernägel später tatsächlich ein Tucktuck, das uns in’s Hotel brachte. Dort wurden wir, wider Erwarten, bereits erwartet. Wir … naja, eigentlich nur ich, Birgit wurde gewissermaßen ignoriert. Dem ersten Eindruck nach scheint Kambodscha eine eher patriarchalische Gesellschaft zu sein. Entsprechend war die Hotel-Angestellte devot-servil-aufdringlich (inkl. dem obligatorischen, für uns nahezu unverständliche Englisch) und wir waren froh, als wir sie endlich aus dem Zimmer bugsiert hatten.
Abschließend noch ein erster Eindruck von der Stadt: Bier ok, Regen naß, Tucktuck-Fahrer nervig (immerhin: ich habe hier noch keine Freunde, Sir) und jede Menge Läden mit „Happy-Pizza“ (deren geheime Zutat hier nicht verraten wird).

Summertime

So, die Rucksäcke sind geschultert, der Müll ist runtergebracht, die Zettelbotschaften an die Zurückgebliebenen verteilt und, ganz wichtig, die Kaffeemaschine geputzt. Jetzt geht’s erstmal nach Weinheim und morgen Mittag dann ab nach Kambodscha.
Beim Zähneputzen heute Morgen musste ich mit einer gewissen Verärgerung feststellen, dass, kaum dass wir zurück sind, die Zeit schon wieder umgestellt wird und wir so kaum etwas von den 5 Monaten, in denen unsere Uhren richtig gehen, haben.

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