Atemberaubend!

32 Grad, relative Luftfeuchtigkeit 78%, aber das meinen wir nicht mit der Tages-Überschrift. Angeblich lösen Wasserfälle durch die negativen Ionen, die dort en Masse rumschwirren, Glücksgefühle aus. Nun, das können wir zumindest nicht widerlegen. Schaut Euch einfach die Bilder an, die sprechen für sich.

Ist nicht ganz unser Tag heute …

Der erste Inlands-Flug, den wir uns geleistet haben, hatte mal eben 4 1/2 Stündchen Verspätung. Dafür wissen wir jetzt aber auch, was Luftlöcher sind. Das ist nämlich nicht etwa das leichte Rumpeln, wie wenn man über einen Feldweg fährt, das ist, wenn einem im freien Fall das Hirn aus dem Schädel springen möchte und es rundherum nach frischem, noch warmem Erbrochenen riecht. Wie durch ein Wunder sind wir trotzdem am Stück und unbefleckt wieder am Boden angekommen. Als nächstes war dann unser zentral gelegenes Hostal, das wir gestern gebucht haben, überbelegt und wir wurden in eine ziemlich schäbige Absteige weit weg vom Schuss umquartiert.
Auf diese Schrecken brauche ich jetzt erstmal das eine (und auch das andere) Bierchen, heute Abend eine deftige Fleischplatte und die Hoffnung, dass es morgen besser wird.

PS: wir sind jetzt übrigens in Iguasu bei den Wasserfällen, die wir morgen besichtigen werden. Sonntag geht’s dann weiter auf die brasilianische Seite nach Iguacu und Montag von dort aus an den Zuckerhut zu den Strandschönheiten

Show must go on!

Mittlerweile haben wir schon Tag 5 in Buenos Aires (glaube ich zumindest), und passiert ist immer noch nicht viel. Da ich aber um jeden Preis den Eindruck verhindern möchte, dieser Blog sei verwaist, hier eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage:

  • wir sind umgezogen … und zwar einen Straßenblock weiter und in die wahrscheinlich nobelste Absteige, in der ich bisher residieren durfte (inkl. dem Maritim im Regierungsviertel in Bonn). Und das zum exakt gleichen Preis wie unsere letzte Herberge mit Wunderbaum-Zigarettenrauch-Aroma … HRS sei gepriesen! – Allerdings muss ich zugeben: das Durchschreiten der Wandelhalle mit Rucksack vorne, Rucksack hinten und Ungeduscht dazwischen war uns schon etwas peinlich!
  • Vorgestern waren wir im Hafen-Quartier La Boca, dort wo „die Hand Gottes“ ihre ersten (und letzten) Schritte auf dem grünen Rasen unternommen hat.  Allerdings nicht allzu tief, da uns ein Polizist geraten hat, mit unserem Touri-Ausweis (Kamera) und unseren Gringo-Fressen (das hat er zugegebenermaßen so direkt nicht gesagt, aber uns anderweitig eindeutig zu verstehen gegeben), ab einer gewissen Stelle umzudrehen. So tief sind wir dort zwar noch nicht vorgedrungen, aber ich kann mir vorstellen, auf Schalke läuft das ähnlich ab
  • Kontrast-Programm: die  Docklands/ Hafen-City/ Innenhafen/ was auch immer, ist hier  genauso monoton-gentrifiziert-gottverlassen wie die entsprechenden Ausgaben in London/ Hamburg/ Duisburg oder was auch immer … Juppies aller Welt, vereinigt Euch! (zumindest in den Träumen der Betreiber).
  • Birgit insistiert: natürlich haben wir in Köln auch so etwas: dort heißt das Rheinauhafen/ Kranbauten!
  • bei unserer nächtlichen Knips-Runde gestern wurde uns dauernd Gras zum käuflichen Erwerb angeboten … dabei haben wir doch gar keinen Garten!
  • die Schnaken, die hier Mosquitos heißen, freuten sich derweil über unser nicht THC-kontaminiertes Blut … ich DENKE mal, das wird kein DENGUE Fieber geben (ok, 5 Eu in die Kasse für schlechte Wortwitze)
  • heute haben wir bei über 37 Grad (im äußerst seltenen Schatten) unsere verhunzte Tour vom Sonntag nachgeholt (Thema ISO-Zahl), diesmal leider mangels Fahrrad zu Fuß, in Summe 9 Stunden unter einem heftig stechenden Planeten! … nichtsdestowenigertrotz: es war es Wert, siehe Bilder!

Nur ein paar Bilder …

hier in Buenos Aires gibt es viel mehr zu sehen als darüber zu erzählen. Daher werden wir erstmal nur ein paar Bilder dieser faszinierend-quirligen Weltstadt veröffentlichen. Leider fehlt uns dabei ein ganzer Tag: nach der nächtlichen Samba-Session haben wir es versäumt, die Kamera auf ISO-Automatik zurückzustellen. Das Ergebnis waren heftig verrauschte Aufnahmen (ISO 12800 bei strahlendem Sonnenlicht ==> teilweise Blende 20 und 1/4000 Verschlusszeit!). Daher werden wir morgen wohl „nachsitzen“ und unsere Tour durch den Norden der Stadt (inkl. Evitas Grab) wiederholen müssen.